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Unter Strom
Buch

Unter Strom

Die neuen Spielregeln der Stromwirtschaft

Spektrum, 2014 Mehr

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Bewertung der Redaktion

7

Qualitäten

  • Umfassend
  • Überblick
  • Hintergrund

Rezension

Die Energiewende ist spätestens seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima ein ganz großes Thema. Doch die Zusammenhänge der Stromwirtschaft sind komplex und die Argumente der jeweiligen Beteiligten für Außenstehende nicht immer einfach zu durchschauen. Der Autor, Mitarbeiter eines Energieversorgungsunternehmens, verspricht hier Aufklärung und holt dazu weit aus. Er legt die geschichtliche Entwicklung der deutschen Stromwirtschaft dar, erläutert physikalische Einheiten wie Ampere, Volt usw. sowie die technischen Grundlagen der Stromwirtschaft. Damit bleibt noch ein Drittel des schmalen Buches übrig für das eigentliche Thema Stromwirtschaft. Wer sich in den letzten Jahren mit der Energiewende etwas beschäftigt hat, dem dürfte das meiste bekannt vorkommen, was der Verfasser mit Fokus auf volks- und betriebswirtschaftliche Kostenaspekte darlegt. Eine persönliche Einschätzung des Jahrhundertprojekts Energiewende wäre interessanter gewesen als die schon oft vorgebrachten Argumente pro und contra Atomkraft oder die Aufzählung von Vor- und Nachteilen der Fotovoltaik. getAbstract empfiehlt das Buch dennoch allen Interessierten, die sich einen Überblick über Stromwirtschaft und Energiewende verschaffen möchten.

Zusammenfassung

Geschichte der Stromwirtschaft in Deutschland

Mit der Entdeckung des dynamoelektrischen Prinzips durch Werner von Siemens 1866 und mit der Erfindung der Glühlampe durch Thomas Alva Edison 1881 begann im 19. Jahrhundert ein völlig neues Zeitalter. Die neue Art der Energieversorgung mit Elektrizität eröffnete ungeahnte Möglichkeiten und revolutionierte das Leben der Menschen. Bald erkannte auch die Politik die Bedeutung der Elektrizitätsbranche für den allgemeinen Fortschritt, bot sie doch dem Staat die Option, über Konsortialverträge Einnahmen zu generieren. Man begriff auch, dass eine sichere Versorgung mit Strom ein öffentliches Gut ist.

Mit zunehmender Ausweitung der elektrischen Energieversorgung veränderte sich rasch auch die Elektrizitätsversorgung selbst. Kleine Versorgungseinheiten wurden abgelöst durch große zentrale Kraftwerke, die Ersteren durch niedrigere Grenzkosten ökonomisch überlegen waren. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich eine Dreigliederung der Energiewirtschaft durch, mit Allianzen und Zusammenschlüssen von Energieversorgungskonzernen an der Spitze, Regionalgesellschaften in der Mitte und kleineren, lokalen Versorgern auf der unteren Ebene. ...

Über den Autor

Philip Würfel ist bei einem Energieversorgungsunternehmen tätig. Außerdem hält er Vorträge zum Thema Energiewirtschaft.


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