Zusammenfassung von Varianten des Kapitalismus

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Varianten des Kapitalismus Buchzusammenfassung
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Bewertung

7

Qualitäten

  • Augenöffner
  • Überblick
  • Unterhaltsam

Rezension

Kapitalismus ist nicht gleich Kapitalismus. Grundsätzlich lassen sich die kapitalistischen Staaten zwei Typen zuordnen: liberal oder koordiniert. Wo jeweils deren Stärken und Schwächen liegen, erklärt dieses Buch. Autor Martin Schröder gibt den aktuellen Stand der Forschung wieder und zeigt, dass Shareholder- oder Stakeholder-Denken keine isolierten Gepflogenheiten sind, sondern Teil komplexer sozialer und ökonomischer Strukturen sind. Anhand des aus der Spieltheorie stammenden, hier leider etwas verwirrend dargestellten Gefangenendilemmas erklärt er die Vor- und Nachteile von Wettbewerb und Kooperation und zeigt, wie die unterschiedlichen Ansätze sich auf die Leistungsfähigkeit der Länder auswirken. Hochinteressant ist, wie etwa Berufsausbildung, Mitbestimmung, Tarifverträge, Kapitalmarktdruck, Innovationen, staatliche Wohlfahrt und Rechtssystem vom jeweiligen Wirtschaftssystem geprägt sein können. Schröder zeigt auch, unter welchen kulturellen Bedingungen die gegenwärtigen Strukturen entstanden sind. Ein sehr lesenswertes und erhellendes Buch, findet getAbstract und empfiehlt es Ökonomen, politisch Interessierten sowie Vertretern der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbände.

Über den Autor

Martin Schröder lehrt am Institut für Soziologie der Philipps-Universität Marburg.

 

Zusammenfassung

Zwei Varianten des Kapitalismus

Nach dem Zweiten Weltkrieg, zur Zeit des Kalten Krieges standen sich zwei Systeme gegenüber: Kapitalismus und Kommunismus. Nach dem Scheitern des Kommunismus 1989 bemerkten Wirtschafts-, Sozial- und Politikwissenschaftler, dass es „den“ Kapitalismus eigentlich gar nicht gibt. Vielmehr weist der Kapitalismus verschiedene Varianten auf. Es hat sich die Unterscheidung zwischen liberalen und koordinierten Marktwirtschaften durchgesetzt. Zu den liberalen Ländern zählen die USA, Großbritannien, Australien, Kanada, Neuseeland oder Irland. Zu den koordinierten Ländern gehören Deutschland, Österreich, die Schweiz, die Niederlande, Belgien, Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland oder Japan.

Liberale Marktwirtschaften setzen in erster Linie auf den Markt, koordinierte hingegen vor allem auf Kooperation. In Ersteren sind Aktionäre, also Outsider, die Geldgeber der Unternehmen. Kapital wird im Zweifelsfall schnell abgezogen, die Beziehung ist von einer Shareholder-Orientierung geprägt. In Letzteren sind oft Insider die Geldgeber, zum Beispiel Banken, mit großen Aktienpaketen und Aufsichtsratssitzen. Das Kapital ist geduldiger und langfristiger angelegt...


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