Zusammenfassung von Verkauft und nichts verraten

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Verkauft und nichts verraten Buchzusammenfassung
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Bewertung

9

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Beteiligungsgesellschaften, Hedgefonds und sozial engagierte Aktionäre haben eines gemeinsam: Als so genannte aktive Investoren mischen sie sich zunehmend in die strategische Ausrichtung und die Managemententscheidungen ein. Das kann ein Unternehmen beflügeln; nicht selten aber sind die Auswirkungen auf die Firma und die Mitarbeiter negativ. Kein Wunder, dass die „Heuschrecken“ am Stammtisch verflucht werden und dass selbst die mediale Diskussion sehr hitzig geführt wird. Die Autoren dieses Sammelbandes wollen die Debatte versachlichen. Fundiert erläutern die Branchenkenner die Motive, Praktiken und Ziele der aktiven Investoren. Ganz einig sind sie sich allerdings nicht: Die Beurteilung fällt je nach Verfasser unterschiedlich aus. Wer wissen will, wie die Branche tickt, ist mit diesem Buch bestens bedient. getAbstract empfiehlt es allen Managern und Kommunikationsverantwortlichen – ob sie die Heuschrecken nun als Plage ansehen oder nicht.

Über die Autoren

Miriam Meckel ist Professorin für Corporate Communication an der Universität St. Gallen. Sie ist auch Autorin des Buches Das Glück der Unerreichbarkeit. Christian Fieseler ist Lehrbeauftragter am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement dieser Universität. Christian Hoffmann ist als Projektleiter am gleichen Institut tätig und außerdem Dozent an der Hochschule für Wirtschaft Zürich. Die weiteren Autoren des Buches befassen sich als Ökonomen, Berater und Unternehmer mit dem Thema Beteiligungsgesellschaften.

 

Zusammenfassung

Die Heuschrecken kommen

Der klassische Aktionär hat sich kaum in die Geschäfte seiner Unternehmen eingemischt. Seine Handlungsoptionen beschränkten sich normalerweise auf zwei Alternativen: Loyalty oder Exit. Also: Loyalität zum Unternehmen, Halten – sowohl der Papiere als auch des Mundes. Oder: Verkaufen, wenn man mit den Managemententscheidungen nicht einverstanden war.

Doch angesichts der enormen Summen, die in den letzten Jahrzehnten in den Aktienmarkt geflossen sind, ist der Verkauf für viele institutionelle Anleger zunehmend zu einer eher theoretischen Option geworden – irgendwo muss das Geld ja schließlich hin. Dadurch können Manager, die eher die eigenen Interessen als die der Aktionäre im Blick haben, praktisch nicht mehr mit einem Verkauf „bestraft“ werden. Heute versuchen deshalb immer mehr Anleger, die Unternehmenspolitik aktiv zu beeinflussen. Aus dem passiven ist ein aktiver Aktionär geworden.

Manchen aktiven Investoren geht es gar nicht um den schnöden Mammon: Sie wollen vielmehr gesellschaftliche Ziele erreichen und beispielsweise Kinderarbeit oder Umweltverschmutzung verhindern. Man spricht in diesem Zusammenhang von einem Value-based Approach...


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