Zusammenfassung von Die Außenseiter

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Die Außenseiter Buchzusammenfassung
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Bewertung

9 Gesamtbewertung

10 Wichtigkeit

7 Innovationsgrad

9 Stil


Rezension

In diesem Buch schaut man immer wieder in die Gesichter von Fliehenden: wie die der jüdischen Familie Dublon, die 1939 auf dem Schiff St. Louis vor der Küste Floridas schipperte, nach Europa zurückgeschickt wurde und dann in den KZs der Nazis umkam. Oder das des aus Bulgarien vertriebenen Muslims Talât, der 1915/16 als osmanischer Innenminister den Völkermord an den Armeniern in Gang setzte. Philipp Ther spannt den ganz großen Bogen und erzählt die Geschichte des modernen Europa aus der Perspektive der Millionen, die vor religiöser, nationalistischer und politischer Verfolgung flohen – und jener Gesellschaften, die sie aufnahmen, ablehnten oder weiterschickten. Immer wieder stellt er Bezüge zur Gegenwart her und hält dem heutigen, vergleichsweise satten Europa den Spiegel vor. Ein aufschlussreicher Blick in die Vergangenheit, aus dem sich für Gegenwart und Zukunft einiges lernen lässt, meint getAbstract.

Das lernen Sie

  • warum Europa immer im Zentrum der größten Flüchtlingskatastrophen stand,
  • wie diese bewältigt wurden und
  • weshalb die massiven Integrationsängste von heute unbegründet sind. 
 

Über den Autor

Philipp Ther ist Professor am Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien. Er forscht unter anderem zu den Themen Nationalismus und Migrationsgeschichte. 

 

Zusammenfassung

Flut oder Rinnsal?

„Die Flüchtlinge führen eine Existenz wie Füchse, sie leben in Zelten, Holzbaracken, Schuppen, unter Zweigen, auf Rasenflächen und sogar in Höhlen.“ Die Zustände in den griechischen Flüchtlingslagern machten den amerikanischen Journalisten, der sie so beschrieb, fassungslos. Man schrieb das Jahr 1923. Der zwischen Griechenland und der Türkei geschlossene Deal zum sogenannten Bevölkerungsaustausch hatte einen von vielen Flüchtlingsströmen während und nach dem Ersten Weltkrieg ausgelöst: Etwa 7 Millionen Menschen befanden sich in Europa auf der Flucht. 20 Jahre später waren es mindestens 30 Millionen. Diese Zahlen lassen die vermeintlichen Flüchtlingsströme der Gegenwart – 2015 wurden 890 000 Flüchtende in Deutschland registriert, 2016 waren es 280 000 – wie ein Rinnsal erscheinen. Allerdings nutzt der Zahlenvergleich nur wenig in einer immer hitziger geführten Debatte, die das Thema Flucht fast ausschließlich im Kontext von Bedrohung und Überforderung behandelt.


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