Zusammenfassung von Unsterblich sein

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Unsterblich sein Buchzusammenfassung
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Bewertung 

9 Gesamtbewertung

9 Wichtigkeit

8 Innovationsgrad

9 Stil

Rezension

„Google, bitte löse den Tod“ stand in großen Lettern auf den Plakaten geschrieben, mit denen Transhumanisten vor dem Hauptquartier des Tech-Giganten demonstrierten. Eine schräge Aktion, da Googles Tochterfirma Calico an genau diesem Ziel arbeitet. Sie ist aber nicht weniger abgefahren als die Truppe aus ernsthaften Wissenschaftlern und fanatischen Sektierern, die Mark O’Connell für seinen faszinierenden Reportagenband besucht hat. Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen ewig leben möchten; als Code, Cyborg oder anthropoider Kunstkörper; auf Erden, im All oder als Farbfleck an der Decke. Der Autor versteckt seine Skepsis und Abscheu vor einigen transhumanistischen Thesen nicht. Doch er begegnet ihren Vertretern mit journalistischer Neugier, Respekt und einem feinen Gespür für die allzu menschlichen Schwächen seiner Gesprächspartner, die ihre Körper als veraltete Hardware und den Tod als größte Ungerechtigkeit aller Zeiten sehen. Eine nachdenklich stimmende, unterhaltsame und absolut lohnenswerte Lektüre, findet getAbstract und empfiehlt sie allen, die sich fragen: Was ist der Mensch? Wer bin ich?

Das lernen Sie

  • warum Transhumanisten ewig leben möchten,
  • wie sie ihr Ziel erreichen wollen und
  • wie realistisch solche Visionen sind.
 

Über den Autor

Mark O’Connell ist Buchkolumnist für das Onlinemagazin Slate. Aus Dublin schreibt er zudem für das New York Times Magazine, The Observer und The New Yorker.

 

Zusammenfassung

So alt wie die Menschheit

Die Sehnsucht nach Unsterblichkeit ist vermutlich so alt wie die Menschheit. Zumindest bilden Geschichten einen ersten Referenzpunkt: Die Erzählung vom sumerischen König Gilgamesch, der nicht einsah, dass er sterben musste wie alle anderen, ist die erste überlieferte Version dieses uralten Menschheitstraums. Auch die Geschichte vom biblischen Sündenfall ist Ausdruck unserer Weigerung, den Tod als natürlichen Gang der Dinge zu akzeptieren. Denn sie legt nahe, dass der Mensch eigentlich für die Ewigkeit bestimmt gewesen wäre – wenn, ja wenn unsere ersten Vorfahren nicht vom Baum der Erkenntnis genascht hätten. In diesem Sinne schreibt der Glaube an den Transhumanismus die menschliche Kulturgeschichte fort. Er basiert auf der festen Überzeugung, dass wir den Alterungsprozess aufhalten und umkehren, Körper und Geist optimieren und mithilfe von Technologie sogar von den Toten auferstehen können.

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