Zusammenfassung von Vorsicht Rechtsanwalt

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Vorsicht Rechtsanwalt Buchzusammenfassung
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Bewertung

5

Qualitäten

  • Analytisch
  • Meinungsstark
  • Inspirierend

Rezension

Hier hat jemand eine riesige Wut im Bauch, die sich in fast jedem Satz aufs Neue entlädt. An kaum einem Anwaltstypus lässt Joachim Wagner ein gutes Haar: Der eine ist zu gierig, der nächste wird aus Not kriminell und wieder ein anderer hat schlicht keine Ahnung. Die Liste ist lang, und kein einziger Vorwurf wird einfach nur im Raum stehen gelassen. Alles wird mit mehr oder weniger bekannten Beispielen belegt und untermauert. Der Beruf des Anwalts genießt nicht den besten Ruf, und Wagner bietet eine umfassende Untersuchung der Frage, woran das liegen könnte. Doch wo es so pauschal Kritik hagelt, bleibt beim Leser meist ein schaler Nachgeschmack. Es ist schwer vorstellbar, dass es unter den Rechtsanwälten nur wenige positive Ausnahmen gibt. Jede Seite des Buches ist mit klein gedrucktem Text gefüllt: keine Abbildungen, keine Infokästen, keine Auflockerung weit und breit. Immerhin wurden wesentliche Textstellen fett hervorgehoben, sodass eilige Leser auf die Schnelle Wichtiges erfassen können. Löblich ist außerdem, dass Wagner Lösungsmöglichkeiten aufzeigt. Es gibt offenbar doch Hoffnung für Anwälte und somit auch für ihre Mandanten. Besonders Letzteren legt getAbstract dieses Buch ans Herz.

Über den Autor

Joachim Wagner ist promovierter Jurist und Journalist. Fast zehn Jahre lang hat er das Fernsehmagazin Panorama geleitet und moderiert.

 

Zusammenfassung

Letzter Ausweg: Anwalt werden

Falsche Beratung, unethisches Verhalten, Geldgier – kaum ein Berufsstand hat in den letzten Jahrzehnten so sehr an Vertrauen und Ansehen verloren wie der des Anwalts. Bei so viel Schimpf und Schande lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen: Wie sieht die Berufswirklichkeit aus? Fest steht, dass auf dem Rechtsmarkt heute ein rauer Wind weht: 1950 gab es in Deutschland lediglich 12 844 Anwälte, 2013 waren es bereits 161 821.

Das Problem: Anwalt kann hierzulande jeder werden, der Abitur hat. Der Numerus clausus ist großzügig. Wer woanders keinen Studienplatz findet, kommt immer noch bei Jura unter. Entsprechend wenig Absolventen erreichen beim zweiten Staatsexamen die Noten, die für lukrative Jobs in Verwaltung und Justiz oder für eine Bewerbung in den gut zahlenden Großkanzleien nötig sind: in den Jahren von 2000 bis 2010 nie mehr als 20 Prozent der Absolventen. Für den Rest bleibt nur der Anwaltsberuf. In der Branche spricht man auch von „Muss-Anwälten“. Die Gehaltskluft gerade bei Berufsanfängern ist enorm: Während die wenigen Anfänger in Großkanzleien schon nach drei Jahren mit 4400 Euro nach Hause gehen, verdienen die...


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