Zusammenfassung von Wachsen ohne Wachstum

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Wachsen ohne Wachstum Buchzusammenfassung

Bewertung der Redaktion

8

Qualitäten

  • Meinungsstark
  • Inspirierend

Rezension

Willi Fuchs ist ein Mann, der sich schon als kleiner Junge stundenlang mit Technikbaukästen beschäftigte, der verzückt an seinem ersten Auto herumschraubte und der überhaupt nicht begreifen will, warum die Kernkraft in Deutschland so unbeliebt ist. Sein Buch hat er Monate vor Fukushima geschrieben, aber die Katastrophe hätte wohl nicht viel am Grundtenor geändert: Die Technik wird’s schon richten. Er fordert, im Zweifel für die Innovation zu stimmen, die Bildungspolitik umzukrempeln und aus knappen Ressourcen ein Maximum herauszukitzeln. Fuchs’ Machbarkeitsglaube ist im positiven Sinn ansteckend, aber es irritiert, dass er ein Überdenken des gegenwärtigen Lebensstils nicht mal in Betracht zieht. Zwar gestehen seine VDI-Kollegen in einem Gastbeitrag ein, dass wir z. B. weniger Fleisch essen müssten, um nicht so viele Ressourcen in der Landwirtschaft zu verschwenden. Da der Fleischkonsum aber eher zunehmen wird, so ihre Folgerung, müssen eben effizientere Methoden der Fleischproduktion entwickelt werden. Eine pragmatische, aber auch eindimensionale Sichtweise, findet getAbstract. Lesenswert ist das Buch trotzdem, vor allem für Unternehmer, Ingenieure und Bildungsverantwortliche, die die Chancen des Wirtschaftsumbaus nutzen wollen.

Über den Autor

Willi Fuchs ist Direktor des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und Herausgeber der VDI-Nachrichten. Zuvor war er als Gastdozent in den USA und als Führungskraft in verschiedenen Unternehmen tätig.

Zusammenfassung

Die Industrie macht’s

Die Konjunktur in Deutschland boomt, nicht trotz, sondern gerade wegen der Globalisierung. Deutsche Spitzentechnologie ist auf der ganzen Welt gefragt. Doch die Konkurrenz in Schwellenländern wie China und Indien schläft nicht. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir noch stärker als bisher in Nano-, Umwelt- und Effizienztechnologien investieren. In Deutschland war es die produzierende Industrie, die das Land nach der Finanzkrise wieder auf die Beine brachte. Sie trägt 26 % zur Wertschöpfung bei, im Vergleich zu 17 % in den USA und 13,5 % in Frankreich. Fest steht aber auch: Rohstoffe werden immer knapper und teurer. Es bleibt uns gar nichts anderes übrig, als sie besser zu nutzen. Die deutsche Industrie ist so gut aufgestellt, dass sie vom Zwang zur Ressourceneffizienz, zum „Wachsen ohne Wachstum“ nur profitieren kann. Der Innovations- und Beschäftigungsmotor in Deutschland ist und bleibt der Mittelstand, der allerdings heute schon über zu wenig qualifizierte Mitarbeiter verfügt. Nur wenn wir mehr Mittel in die Bildung und die Integration der hier lebenden ausländischen Mitbürger stecken, können wir die Herausforderungen der Zukunft meistern.


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