Zusammenfassung von Wer regiert das Geld?

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Wer regiert das Geld? Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Kontrovers
  • Meinungsstark
  • Eloquent

Rezension

Auch wenn ihm mancher vorwirft, Verschwörungstheorien Vorschub zu leisten – Bestsellerautor Schreyer berichtet von einem Privileg der Reichen und Mächtigen, das nicht erst mit der Finanzkrise Bedeutung erlangt hat. Bis zu den Anfängen des Geldes verfolgt er die Spuren des Konflikts um die Geldschöpfung: Wer entscheidet in einer Gesellschaft, was als Geld anerkannt wird und wer die Kontrolle darüber hat – eine Elite oder der Staat? Schreyer greift auf die Gedanken anderer Autoren zurück, die in den letzten Jahren Grundsatzfragen zum Geldwesen gestellt haben, erklärt aber eloquenter als viele, wie Geld entsteht und funktioniert. Gleichzeitig gelingt es ihm, vor dem Hintergrund der Finanz-, Euro- und Staatsschuldenkrise interessante historische Parallelen und mögliche Alternativen aufzuzeigen. Was von Letzteren zu halten ist, soll jeder Leser selbst entscheiden, meint getAbstract – Schreyers unkonventionelle Argumentationslinie lohnt sich auf jeden Fall zu verfolgen.

Über den Autor

Paul Schreyer ist Sachbuchautor und arbeitet als freier Journalist unter anderem für das Onlinemagazin Telepolis. Bekannt geworden ist er mit dem Buch Faktencheck 9/11, in dem er die offiziellen Erklärungen für das New Yorker Attentat von 2001 infrage stellt.

 

Zusammenfassung

Und plötzlich sind die Kassen voll

Immer wieder verkünden deutsche Politiker, die Staatskasse sei leer. Sie schwören die Bürger darauf ein, den Gürtel enger zu schnallen. Doch anlässlich der Finanzkrise von 2008 war die Kasse wie durch ein Wunder plötzlich voll: Von heute auf morgen standen Milliarden bereit, um marode Banken zu retten und Gläubiger im In- und Ausland zu entschädigen. Die Mittel beschaffte sich der Bankenrettungsfonds SoFFin beim Bund, der dafür Staatsanleihen ausgab, also seine Verschuldung erhöhte. Bei einem solchen Vorgehen nutzt der Bund die staatliche Verschuldungsagentur „Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH“. Sie verkauft Staatsanleihen an eine Reihe von Investoren, im Jahr 2015 waren dies 37 Banken. Doch woher haben die Banken – darunter klamme Institute wie die Commerzbank – so viel Geld?

Die wahren Schöpfer des Geldes

Die Antwort: Die Banken stellen den größten Teil ihres Geldes selbst her. Zwar dürfen sie kein Papiergeld drucken. Das macht aber kaum 20 Prozent des im Umlauf befindlichen Geldes aus. Der bei Weitem größte Teil unseres Geldes existiert lediglich als Buchungsziffer im Computer. Dieses sogenannte Giralgeld ...


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    T. H. vor 3 Jahren
    Wenn Banken Geld aus dem Nicht schöpfen können, wieso gibt es dann eigentlich Bankenpleiten? So einfach ist es wohl dann doch nicht..
    1. Geld sind die Schulden anderer Leute, für jedes Guthaben (=Forderung eines Gläubigers) gibt es eine entsprechendes Konto, auf dem ein Minus steht (nämlich das des Schuldners). Das ist die doppelte Buchhaltung, aus der alle Finanzsysteme bestehen. Soll es neues Geld geben, muss es neue Schuldner (oder eine Mehrverschuldung der bestehenden Schuldner) geben.
    2. Geld (als Forderung) entsteht in der Verschuldung und verschwindet in der Tilgung. Die gedruckten Geldscheine der Bundesbank werden erst zu Geld, wenn sie aus dem Keller geholt werden und gegen entsprechende Sicherheiten/Guthaben der Banken ausgereicht werden. Kommen sie nach einiger Zeit wieder zurück, sind sie kein Geld mehr und der Reigen beginnt von neuem.
    3. Zum Thema Geld und Nazis: die Nazis konnten ihr gewaltiges Aufrüstungsprogramm in den 30er-Jahren nur mit Hilfe der staatlichen Reichsbank und einem Trick vorfinanzieren (Stichwort Mefo-Wechsel). Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs war das Deutsche Reich faktisch pleite und zwang die Reichsbank dazu, ihr unbegrenzt Kredite zu gewähren.
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    M. S. vor 3 Jahren
    Dumm und dümmer, die Banken dürfen nur soviel schöpfen wie von der NB vorgegeben, über den Multiplikator. Sie könnten sogar noch viel mehr Kredite rausgeben, weil die NBs das Geld aus dem Nichts schaffen.
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    J. F. vor 3 Jahren
    Eine etwas abenteuerliche und schwer verständliche "Analyse" des Geldwesens. Mir sieht das ein wenig nach einem "confirmation bias" (Bestätigungsfehler) aus: Ein einmal entstandener Gedankengang wird durch bestätigende Überlegungen und Beobachtungen gestärkt. Einwände, die die Grundüberlegung nicht stützen oder sogar erschüttern, kommen nicht vor. Mir fehlt die Berücksichtigung des Eigenkapitals bei Banken als Begrenzungsfaktor - zurecht ist die Höhe der erforderlichen Quote ein zentraler Streitpunkt. Natürlich ist das Geldwesen ein gesellschaftliches Herrschaftsinstrument. Daher stellt sich die Frage, ob man das nicht besser aufarbeiten kann.