Zusammenfassung von What works

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What works Buchzusammenfassung
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Bewertung

9

Qualitäten

  • Wissenschaftsbasiert
  • Inspirierend
  • Innovativ

Rezension

Es gibt viele Bücher über die Diskriminierung von Frauen und Minderheiten. Meist enthalten sie Empfehlungen, wie Betroffene sich wehren, trainieren, coachen lassen können. Das ist der falsche Ansatz, sagt die Verhaltensökonomin Iris Bohnet. Stereotype sind ihr zufolge so mächtig, dass Einzelne nicht dagegen ankommen. Vielmehr sind Unternehmen, Schulen und Behörden die passenden Adressaten, wenn es darum geht, gegen Vorurteile und Rollenbilder vorzugehen. Setzt sich in solchen Organisationen die Erkenntnis durch, wie verzerrend sich Stereotype auf Leistungsbeurteilungen, Vorstellungsgespräche, Lohnverhandlungen und Beförderungen auswirken, so wird es möglich, ein Umfeld zu schaffen, in dem alle eine faire Chance haben. Die Autorin liefert einen beeindruckenden Überblick über aktuelle praxisorientierte Studien und argumentiert nicht ideologisch, sondern sachorientiert. Ihre Tipps zum konkreten Handeln in Organisationen sind ebenso originell wie nachvollziehbar. Diskriminierung richtet nicht nur auf der persönlichen Ebene Schaden an, sondern flächendeckend in den Unternehmen und in der Gesellschaft. Dieses Buch sollte in keiner Personalabteilung und Chefetage ungelesen bleiben, findet getAbstract.

Nach der Lektüre dieser Zusammenfassung wissen Sie:

  • wie schädlich sich Vorurteile und Rollenbilder in Wirtschaft und Gesellschaft auswirken und
  • wie Sie mit Verhaltensdesign ein Umfeld schaffen, das dem entgegenwirkt.
 

Über die Autorin

Iris Bohnet lehrt Verhaltensökonomie in Harvard und ist Direktorin des dortigen Women and Public Policy Program.

 

Zusammenfassung

Gleichstellung macht sich bezahlt

In Orchestern spielten noch in den 1970er-Jahren fast nur Männer. Seit die Musiker aber vielerorts hinter einem Vorhang vorspielen, weiß das Auswahlkomitee nicht mehr, ob ein Mann oder eine Frau musiziert. Die Folge: Orchester nehmen heute viel mehr Frauen auf als früher. Bei den großen Orchestern liegt ihr Anteil nun bei 35 Prozent. Die Benachteiligung der Musikerinnen lag nicht am Können, sondern an Voreingenommenheit. Ähnlich ergeht es heute Männern, die Grundschullehrer oder Erzieher werden wollen: Sie stoßen auf Vorbehalte, weil sie nicht dem Geschlechterstereotyp entsprechen.

Die Gleichberechtigung von Männern und Frauen ist moralisch begründet. Es ist eine Tragödie, dass rund 200 Millionen Frauen auf der Welt fehlen, weil Mädchen häufiger als Jungen abgetrieben oder nach der Geburt getötet werden („Genderzid“). Millionen von chinesischen Männern finden darum keine Frau. Gleichstellung ist aber auch ökonomisch sinnvoll. Japans Wirtschaftsleistung könnte in 20 Jahren um 20 Prozent zulegen, wenn Frauen im gleichen Maß erwerbstätig wären wie Männer. Kamen bis in die 1960er-Jahre in den USA fast nur weiße...


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