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Wie CO2-Ausgleich richtig geht – und wirklich was bringt
Artikel

Wie CO2-Ausgleich richtig geht – und wirklich was bringt

Nachhaltigkeit



Bewertung der Redaktion

9

Qualitäten

  • Umsetzbar
  • Augenöffner

Rezension

Der Markt für CO2-Kompensationsmaßnahmen ist ineffektiv. Er könnte einiges vom Finanzmarkt oder von den traditionellen Rohstoffmärkten lernen. So gibt es beim Kompensationshandel zum Beispiel zahlreiche Schlupflöcher und nahezu keine Kontrollen. Zudem bleiben Verstöße gegen bestehende Regeln meistens ungeahndet. Mit welchen Maßnahmen sich diese Missstände ändern ließen, zeigt dieser Artikel von Harvard-Professor Robert S. Kaplan und seinen Co-Autoren.

Zusammenfassung

Der Markt für Klimakompensationen ist ineffektiv und öffnet Missbrauch Tür und Tor.

Die Beseitigung unvermeidbarer Treibhausgase ist für die Bekämpfung des Klimawandels unabdingbar. Unternehmen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Menge des von ihnen freigesetzten CO2 durch entsprechende Ausgleichsmaßnahmen aus der Atmosphäre zu entfernen, müssen sich zu diesem Zweck meist an spezialisierte Anbieter wenden. Deren Leistungen werden landläufig als „CO2-Ausgleich“ oder „Klimakompensation“ bezeichnet. Der Markt für solche Kompensationsmaßnahmen hinkt in Sachen Effektivität anderen Märkten allerdings deutlich hinterher.

Hinzu kommt, dass es kaum Kontrollen gibt. Dies könnte Anbieter dazu veranlassen, weniger Treibhausgase aus der Atmosphäre zu entfernen als vereinbart. Käufer hingegen könnten davon abgehalten werden, ihre Bestrebungen zur CO2-Reduktion konsequent umzusetzen. Falschangaben und Betrug sind im bestehenden System der Klimakompensation somit Tür und Tor geöffnet. Und selbst wenn Verstöße aufgedeckt werden, ziehen sie meist keine Strafen nach sich. Medienberichten zufolge könnte es sich bei über 90 Prozent aller...

Über die Autoren

Robert S. Kaplan ist emeritierter Professor an der Harvard Business School in Boston. Karthik Ramanna ist Professor an der Blavatnik School of Government der Universität Oxford. Marc Roston ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Stanford in Kalifornien tätig.


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