Zusammenfassung von Wie Demokratien sterben

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Wie Demokratien sterben Buchzusammenfassung
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Bewertung

9

Qualitäten

  • Analytisch
  • Brisant
  • Augenöffner

Rezension

Die Normen gegenseitiger Achtung und institutioneller Zurückhaltung sind zentral für eine Demokratie, denn die Verfassung allein kann nicht alles regeln. Dadurch sind Demokratien verletzbar: Demagogen können demokratische Spielregeln ausnutzen oder gegen sie verstoßen, um die Demokratie zu zerstören. Donald Trump ist ein solcher Demagoge. In anderen Ländern warten Populisten mit autokratischen Zügen noch darauf, gewählt zu werden. Diese Gefahr ist real, doch zum Glück können sich die demokratischen Kräfte wehren. Die Politologen Steven Levitsky und Daniel Ziblatt zeichnen anhand vieler Beispiele aus Europa und Südamerika detailliert nach, wie Autokraten Demokratien zerstören und wie Demokraten sie erfolgreich schützen konnten, wie es in den USA zur gegenwärtigen Krise kam und wie demokratische Kräfte Donald Trump Einhalt gebieten können. Ihr phasenweise spannend zu lesendes Buch hilft allen Anhängern der Demokratie, das Vorgehen von Antidemokraten zu erkennen und sich rechtzeitig dagegen zu wappnen. Ein Buch, dem, auch in Europa mit seinen eigenen Demagogen, sehr viele Leser zu wünschen sind.

Über die Autoren

Steven Levitsky und Daniel Ziblatt sind Professoren für Regierungslehre an der Harvard University.

 

Zusammenfassung

Der Tod von Demokratien

Am 11. September 1973 tauchten Bomber am Himmel von Santiago de Chile auf und schossen den Präsidentenpalast in Brand. Präsident Salvador Allende hatte noch am Morgen eine flammende Rede im Rundfunk gehalten, um die Bürger zur Verteidigung der Demokratie aufzurufen. Vergeblich: Am Abend war er tot – wie auch die Demokratie in Chile. Die Geschichte kennt weitere, ähnliche Fälle. Immer wieder finden Demokratien durch Waffengewalt ein spektakuläres Ende.

In anderen Fällen sterben sie langsam, fast unmerklich. Hugo Chávez trat in Venezuela mit dem Versprechen einer Revolution gegen die korrupte herrschende Elite an und wurde 1998 zum Präsidenten gewählt. 1999 ließ er eine neue verfassunggebende Versammlung wählen, um eine Verfassung nach eigenen Vorstellungen beschließen zu können. 2000 gewannen er und seine Verbündeten erneut Präsidentschafts- und Parlamentswahlen, doch der Widerstand gegen ihn wuchs. 2002 überstand er einen Militärputsch. Erst ab 2003 zog er die Schrauben des Autoritarismus merklich an. Er zögerte ein gegen ihn gerichtetes Referendum hinaus, bis er es 2004 unter günstigeren Umständen gewann, setzte Gegner auf...


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