Wie wir die Klimakatastrophe verhindern
Eine Rezension von

Wie wir die Klimakatastrophe verhindern

Welche Lösungen es gibt und welche Fortschritte nötig sind

Bill GatesPiper • 2021

Von 51 Milliarden auf null

von Gundula Stoll

Um unseren Planeten zu retten, müssen wir die jährlichen Treibhausgasemissionen bis 2050 auf null senken und gleichzeitig Milliarden Menschen aus der Armut befreien. Keine leichte Aufgabe. Doch Bill Gates ist überzeugt: Wir können es schaffen – wenn wir die Herausforderung geschlossen, ideologiefrei und technologieoffen angehen.

Sein optimistischer Aufruf beginnt mit einer deprimierenden Feststellung: 2020 sind die weltweiten Treibhausgasemissionen um rund 5 Prozent zurückgegangen, wohl bedingt durch die Coronapandemie. Das sind gerade mal 2,5 Milliarden Tonnen CO2 – von derzeit 51 Milliarden Tonnen pro Jahr, die wir bis 2050 auf null bringen müssen. Denn nur so können wir unseren Planeten vor der Klimakatastrophe bewahren. Doch wenn die dramatischste Weltwirtschaftskrise seit den 1930er-Jahren nur eine solche winzige Delle in der steigenden Emissionskurve verursacht hat – wie sollen wir jemals auf null kommen, indem wir weniger fliegen, anders Auto fahren oder nachhaltiger konsumieren?

Das Klima ist wie eine Badewanne, die langsam voll Wasser läuft. Selbst wenn wir den Wasserhahn bis auf ein Tröpfeln zudrehen, wird die Badewanne doch irgendwann voll sein und überlaufen, sodass der Fußboden überschwemmt wird.(Bill Gates)

Gates ist selbst begeisterter Fahrer eines Elektroautos. Statt wie einst mehrere Cheeseburger am Tag zu verzehren, schmeckt ihm heute auch der Fleischersatz der von ihm mitfinanzierten Start-ups Beyond Meat und Impossible Foods. Entkräftet er damit den Vorwurf, ein Klimaheuchler zu sein? Mitnichten. Denn noch immer düst er gern mit seinem Privatjet um die Welt und bläst dabei Unmengen an Klimagasen in die Luft. Höchstwahrscheinlich ist er sich dieses Widerspruchs bewusst und umarmt in Wie wir die Klimakatastrophe verhindern wohl auch deshalb seine Kritiker geschickt mit humorigen Selbstanklagen wie dieser: „Die Welt leidet nicht gerade unter einem Mangel an reichen Männern, die große Ideen haben für das, was andere Leute tun sollten, oder die glauben, dass jedes Problem durch Technologie gelöst werden kann.“


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    W. F. vor 11 Monaten
    Das sind halt die üblichen Klima-Fanatiker, die keine Physik studiert haben und sich unbeschwert von Fachwissen aufspielen und wie Diktatoren keinen Widerspruch dulden.
    Beantwortet bitte folgende Fragen:
    Wie definiert man die Begriffe «Klima» und «Klima-Wandel»? Wie funktioniert die angebliche Klima-Physik? Was ist die Aufgabe von CO2 in der Natur?
    Aber heute ist es einfacher, unter Katholiken an der Unfehlbarkeit des Papstes zu zweifeln als unter Klima-Fanatikern und Physik-Laien am «Menschen gemachten Klima-Wandel».
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      vor 11 Monaten
      Sehr geehrter Herr Furrer,

      vielen Dank zunächst für Ihre Kommentare. Grundsätzlich ist kritisches, auch skeptisches Denken einer unserer Leitwerte bei getAbstract: Ohne sorgfältiges Hinterfragen etwa unserer Annahmen über richtiges Führen, die beste HR-Strategie oder effektives Management gibt es keinen Fortschritt und wir begeben uns der Chance, künftig anders und besser zu führen, managen etc.

      Was aber den menschgemachten Klimawandel angeht, gibt es einen selten umfassenden wissenschaftlichen Konsens (laut jüngsten Studien 99% der peer-reviewten Veröffentlichungen). Bei einer solch nahezu vollkommenen Übereinstimmung lässt sich davon ausgehen, dass sachliche Gegenargumente bereits gründlich bedacht wurden. Wissenschaft ist ein Spiel mit offenen Karten, Kritik ist ihr Motor.

      Entsprechend muss ein fortgesetzter Zweifel an der These eines menschgemachten Klimawandels irgendwann die Sachebene verlassen und etwa die persönliche Glaubwürdigkeit der Forschenden infrage stellen. Es ist jedem selbst überlassen, sich auf dieses Gebiet zu begeben. Wir bei getAbstract sehen das jedoch nicht als unsere Aufgabe.

      Mit freundlichem Gruß,
      Jan Meyer-Veden, Redakteur
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    W. F. vor 12 Monaten
    Die angebliche « Klimakatastrophe» wird von Gates vorausgesetzt, statt sie zu beweisen und zu diskutieren. Aber dafür fehlt Gates die wissenschaftliche Kompetenz. Zuerst müsste der Autor Gates noch ein bisschen Physik studieren und v.a. willig und fähig sein, sich auf andere Meinungen einzulassen. Es gibt auch Träger des Nobelpreises für Physik, die die Klima-Hysterie ablehnen - ja nur ältere. Die neueren Träger dieser Ehrung werden sorgfältig unter Gläubigen des Klima-Dogmas ausgewählt, womit wir beim eigentlich Thema wären, einer Welt-Elite, die der Menschheit vorschreiben will, was sie zu denken und zu tun habe.

    CO2 ist neben Wasser das wichtigste Natur-Produkt. Jedes C-Atom aus fossilem Kohlenstoff war einst Teil eines Lebewesens. Gates möchte zwecks «Klima-Schutz» die Welt mit einem Netz von Atom-Reaktoren überziehen. In Atom-Reaktoren verwendet man gefährliche radioaktive Substanzen und verwandelt sie in noch gefährlichere. Mit solchen Abfällen können sich dann die Kinder und Enkel von Gates und von allen anderen beschäftigen.
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      vor 11 Monaten
      Liebes getabstract Team. Dass auf dieser Plattform Klimaleugner unterwegs sind und dies auch mit Kommentaren manifestieren, das ist ungeheuerlich!
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      vor 11 Monaten
      Sehr geehrter Herr Pallenberg,

      vielen Dank für Ihren Einwurf! Tatsächlich steht unsere Plattform mit ihrer Kommentarfunktion zunächst allen Nutzern offen. Eine Grenze ziehen wir bei diffamierenden, hetzerischen oder grob polemischen Kommentare. Aus Respekt vor unseren Nutzern -- auch vor den Urhebern solcher Kommentare -- löschen wir aber nur in besonders schwerwiegenden Fällen. Zum Glück bewegt sich die Zahl der Kommentare unter unseren Zusammenfassungen in einer Größenordnung, die es uns ermöglicht, auf jede Zuschrift persönlich einzugehen -- was uns mit Blick auf unseren Leitwert eines kritischen Dialogs auch weit lieber ist.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Jan Meyer-Veden
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      vor 5 Monaten
      Liebes getabstract-Team,

      danke für die souveräne Einordnung des klimaskeptischen Beitrags!

      Vielleicht könnten Sie das Buch "Die Macchiavellis der Wissenschaft" der Geologin und Historikerin Naomi Oreskes zusammenfassen und hier verlinken. Die Professorin rekonstruiert die Strategien, mit denen konservative Forscher systematisch Zweifel an Klimawandel, Umweltgefahren oder Gesundheitsschäden des Tabakkonsums säen. Selektive Verweise auf "die Wissenschaft" und Vortäuschung eines Dissens gehören zum Standardrepertoire solcher Ansätze.
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      vor 5 Monaten
      Sehr geehrter Herr Hajduk,

      vielen Dank für den Tipp! Das Buch schauen wir uns gerne an. Möchten Sie es vielleicht in unser Wunschlisten-Formular eingeben? Dann werden Sie automatisch über den Stand Ihres Vorschlags auf dem Laufenden gehalten.

      Womöglich interessiert Sie auch dieser Titel aus unserer Bibliothek:

      https://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/propagandaschlacht-ums-klima/44056

      Mit herzlichem Gruß,
      Jan Meyer-Veden