Zusammenfassung von Wie wir uns täglich die Zukunft versauen

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Wie wir uns täglich die Zukunft versauen Buchzusammenfassung
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Bewertung

9

Qualitäten

  • Analytisch
  • Unterhaltsam
  • Inspirierend

Rezension

Wir alle sind schwache, gefühlsbetonte und genussorientierte Wesen – aber wir können das ändern. Und wir müssen uns ändern, sonst wird die Zukunft ohne uns stattfinden. Pero Mićić hat ein populärwissenschaftliches Buch geschrieben, das nicht nur amüsant und lehrreich ist, sondern auch einige Lösungsansätze für die Praxis enthält. Ein gutes Drittel nutzt er dafür, um die Problematik auszubreiten. Anschließend geht es an die Pflicht: Der Zukunftsforscher skizziert Lösungsansätze. Was wir daraus machen, bleibt uns überlassen – Mićić nennt zwar ein paar Beispiele zur Langfristoptimierung, erstellt jedoch keinen Maßnahmenkatalog. Das ist schade, denn nach 330 Seiten kurzweiliger Analyse hätte ein Kapitel konkrete Lebenshilfe dem Werk gut zu Gesicht gestanden. So bleibt es mehr Appell denn Arbeitsbuch. Trotz seines Umfangs wirkt das Werk niemals schwerfällig. Von daher eignet es sich sogar als Geschenk – wobei zuvor gründlich abzuwägen wäre, ob der Beschenkte den Inhalt nicht als persönliche Kritik missverstehen könnte. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die ihrem inneren Schweinehund ans Leder wollen, ohne dabei in Selbsthass zu verfallen.

Über den Autor

Pero Mićić ist Unternehmensberater und Vorstand der von ihm gegründeten Future Management Group. Er ist auch Autor des Buches Die 5 Zukunftsbrillen.

 

Zusammenfassung

Wider die Vernunft

Im Kleinen wie im Großen handeln Menschen schockierend unvernünftig: Sie legen sich aufs Sofa, statt Sport zu treiben – und schwören sich, morgen ganz bestimmt mit dem Training anzufangen. Sie denken übers Abnehmen nach – und greifen doch nach dem nächstbesten Schokoriegel. Sie fürchten Altersarmut – und hauen im Urlaub locker das Ersparte auf den Kopf, statt es anzulegen. Politiker sind übrigens auch nicht besser als der Durchschnittsbürger: Sie verschwenden Geld und treffen irrationale und oftmals schädliche Entscheidungen, nur um sich die Wiederwahl zu sichern – und das Volk tut ihnen den Gefallen und wählt sie, immer wieder. Bequemlichkeit und Gier siegen täglich über Fleiß, Beharrlichkeit und Vernunft.

Die Ursache ist die Unfähigkeit, über einen längeren Zeitraum in die Zukunft zu planen – „Zukunftsdummheit“. Wir sind Sklaven der Evolution: Sobald eine Ad-hoc-Befriedigung winkt, lassen wir alles stehen und liegen. In der Steinzeit war dieses „Carpe-diem-Prinzip“ nützlich, um zu überleben – zum Beispiel um bei jeder sich bietenden Gelegenheit Nahrung aufzunehmen –, doch heute macht es träge, übergewichtig und krank. Und die Folgen werden...


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    I. B. vor 4 Jahren
    Viele Binsenweisheiten. Die 10/10/10 Regel ist die Essenz.
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      Marco Hass vor 4 Jahren
      Deine Essenz?
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    M. H. vor 5 Jahren
    Lach, populär- trift zu, -wissenschaftlich nicht.
    Kurzfristige Entscheidungen sind ja nicht von vorneherein schlecht. Langfristige, überlegte Entscheidungen genauso wenig gut.
    Trotzdem: Wenn die hälfte aller Menschen das beschriebene Entscheidungshandeln beherzigen würde, könnte wir und die Umwelt uns dreifach freuen.
    Genießen und schwach sein,möchte ich aber weiterhin. ;-)
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    C. S. vor 5 Jahren
    Interessante Ansätze: Vieles kennt man,wenn man sich mit dem Themenkomplex "Zeit- und Selbstmanagement" schon mehr beschäftigt hat. Dennoch: immer wieder stelle ich fest, dass ich eher reagiere also kurzfristig plane und handele als agiere und somit Ziele stecke und mittel- bis langfristig verfolge. Es liegt einfach zuviel in der Gegenwart an und je nachdem was heute passiert, verändert das ja auch wieder meine Ziele für die Zukunft.
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    G. vor 5 Jahren
    Sich mit der Zukunft zu befassen ist überlebenswichtig.
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      Guest vor 5 Jahren
      Wie heisst es so schön im Intro von «Plan 9 From Outer Space»: «We are all interested in the future, for that is for you and I are going to spend the rest of our lives.» (http://www.youtube.com/watch?v=jb6H14gVWjM&t=16s)
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      Linda Wohlfarth vor 5 Jahren
      Interessanter Gedanke: Entscheidungen müssen sich sowohl in 10 Minuten, als auch 10 Monaten und sogar noch in 10 Jahren gut anfühlen!