Zusammenfassung von Wir sind die Mehrheit

Suchen Sie das Buch?
Wir haben die Zusammenfassung! Erfassen Sie die Kernaussagen in nur 10 Minuten.

Wir sind die Mehrheit Buchzusammenfassung
Lernen Sie los:
oder Abos vergleichen

Bewertung

9

Qualitäten

  • Kontrovers
  • Meinungsstark
  • Bestseller
  • Eloquent

Rezension

Der Gedanke, dass Deutschland die wichtigste Demokratie der Welt sei, kommt überraschend. Aber er könnte zutreffen, da in den USA unter Donald Trump offensichtlich demokratische Strukturen abgebaut werden. Die offene Gesellschaft ist aber auch hierzulande in Gefahr, und es ist wichtig, sich für ihren Erhalt einzusetzen. Dies tut Harald Welzer engagiert und bisweilen recht undiplomatisch, ja polemisch. Wie er zwischen dem Loblied auf die offene Gesellschaft, beißender Kritik an der AfD und Horst Seehofer wie auch an VW-Managern, Warnungen vor Donald Trump, Parallelen zu Adolf Hitler, den Wirkungen des Neoliberalismus und weiteren Aspekten umherspringt, liest sich erfrischend, führt aber zu etlichen Wiederholungen und Schleifen im roten Faden. Dies könnte aber auch als didaktischer Kniff durchgehen, um die Einprägsamkeit zu erhöhen. Scharfsinnig seziert Welzer die perfiden Strategien der Gegner einer offenen Gesellschaft, der Menschen- und Demokratiefeinde, die meinen, ihr Weltbild der Mehrheit aufzwingen zu müssen. getAbstract hält dieses Büchlein für wichtig und legt es jedem Freund eines demokratischen Gemeinwesens ans Herz.

Nach der Lektüre dieser Zusammenfassung wissen Sie:

  • warum die offene Gesellschaft gefährdet ist,
  • mit welchen Strategien ihre Gegner arbeiten und
  • warum Deutschland plötzlich die wichtigste Demokratie der Welt ist.
 

Über den Autor

Harald Welzer lehrt Transformationsdesign an der Europa-Universität Flensburg und Sozialpsychologie an der Universität St. Gallen. Er ist Mitgründer der Initiative Offene Gesellschaft und hat diverse Bücher veröffentlicht.

 

Zusammenfassung

Höhepunkt und Tiefpunkt der politischen Kultur

Als im Sommer 2015 die Flüchtlingszahlen plötzlich gewaltig anschwollen, wurden viele Bürger aktiv. Spontan organisierten sie Hilfe und zeigten den Ankommenden, dass sie willkommen waren. Dieses vorbildliche Verhalten war ein Höhepunkt politischer Kultur. Es war Engagement für die offene Gesellschaft. Die Menschen taten dies einfach, weil sie es für nötig hielten. Die offene Gesellschaft hat Deutschland immerhin 70 Jahre Frieden gebracht. Historisch gesehen ist das sehr ungewöhnlich. Bildungsniveau, Wohlstand, Lebenserwartung und individuelle Freiheit sind gewachsen. Die offene Gesellschaft erweist sich als die zivilisierteste und sicherste Gesellschaftsform, die es jemals gab. Sie hat zwar ihre Defizite – aber eine perfekte Gesellschaft gibt es nicht und kann es nicht geben. Immerhin ist die offene Gesellschaft in der Lage, auf Veränderungen zu reagieren und sich anzupassen. Sie kann sich von innen heraus modernisieren. Sie kennt weder Gefängnisse oder Lager für Andersdenkende, noch ermordet sie diese. Die Bürger können ihre Regierung ohne Blutvergießen absetzen, etwa über allgemeine Wahlen – während Demokratiegegner...


Mehr zum Thema

Vom gleichen Autor

Alles könnte anders sein
8
Die smarte Diktatur
9
Selbst denken
9
Zwei Grad mehr in Deutschland
7

Ähnliche Zusammenfassungen

Europa zuerst!
8
Die autoritäre Revolte
8
Der fremde Erfolgsfaktor
8
Der Selbstmord Europas
8
Über Tyrannei
8
Warum Europa eine Republik werden muss!
9

Verwandte Kanäle

Kommentar abgeben

  • Avatar
  • Avatar
    Bernd Schmitt vor 6 Monaten
    Deutschland die wichtigste Demokratie der Welt? Größenwahnsinnig? Wie kommt man überhaupt darauf, Amerika als die älteste und stabilste Demokratie derart zu diskreditieren? Die Amerikaner haben uns im letzen Jahrhundert drei Mal aus dem Dreck gezogen. Nun eine Frage: Wie kommt man darauf solch ein altideologisches Buch mit teilweise linksextremistischen Aussagen auf der Wichtigkeitsskala mit 10 zu bewerten???