Zusammenfassung von Der neue französische Traum

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Der neue französische Traum Buchzusammenfassung
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Rezension

Frankreich hat gewählt und sich nach Jahrzehnten wechselnder Links- oder Rechtsregierungen für eine neue Bewegung entschieden, die die politische Mitte vertritt. Nun stellt sich ganz Europa die Frage, ob der frisch gewählte Präsident Emmanuel Macron den Erwartungen seiner Bürger gerecht werden kann. Die Herausforderungen sind riesig, bestätigt Christian Schubert, FAZ-Korrespondent in Paris. In seinem Buch beleuchtet Schubert die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Grande Nation seit der absolutistischen Herrschaft unter Ludwig XIV. und stellt fest, dass seit dem Ende des Wirtschaftsbooms nach dem Zweiten Weltkrieg die wirtschaftliche Entwicklung Frankreichs nur noch eine Richtung kannte – die nach unten. Gleichzeitig ist der Sozialstaat ausgebaut worden, was die Schuldenlast Jahr für Jahr ansteigen ließ. Mit der steigenden Arbeitslosigkeit, den sozialen Spannungen in den Banlieues und dem Terrorismus sind zudem neue Probleme hinzugekommen, die bisher ungelöst blieben. Schubert hat für dieses Buch intensiv recherchiert und neben Chefetagen auch Fabrikhallen und soziale Brennpunkte besucht, um den französischen Puls zu fühlen. Er attestiert Macron die Fähigkeit und den Ehrgeiz, die aufgezeigten Probleme angehen zu können. getAbstract hofft, dass er mit seiner nüchternen, aber keineswegs hoffnungslosen Analyse recht behält.

Das lernen Sie

  • welche zentralen Herausforderungen Frankreich zu bewältigen hat,
  • welches Verhältnis die Franzosen zu ihrem Staat haben und
  • wie der neu gewählte Präsident Emmanuel Macron die drängendsten Probleme lösen will.
 

Über den Autor

Christian Schubert war als Wirtschaftsredakteur der FAZ tätig, bevor er als Korrespondent nach London und später nach Paris ging.

 

Zusammenfassung

Der Traum der Grande Nation

Frankreich hatte schon immer große Träume. Der Stoff dazu stammte unter anderem von so großen Persönlichkeiten wie Rousseau, Descartes und Voltaire. Das Land besaß sehr früh eine intellektuelle Elite, deren Weitblick noch heute erstaunt. Während das deutsche Wort „Traum“ mit Wunschbildern und Utopien verbunden wird, haben die Franzosen mit „faire rêver“ – jemanden zum Träumen bringen – eine Art Kampfansage entwickelt, die im politischen Sprachgebrauch sehr beliebt ist. So hat beispielsweise François Hollande als Präsidentschaftskandidat das Wort Traum in einer Wahlkampfrede nicht weniger als 22-mal erwähnt. Die Franzosen sehen sich als Erfinder der Republik und rühmen sich für ihre Ideale der Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit. Gleichzeitig scheinen sie heute mehr und mehr aus ihrem Traum zu erwachen – die Geduld ist erschöpft nach Jahrzehnten schwacher Leistungsbilanzen von abtretenden Präsidenten. Wie es mit Frankreich weitergehen soll, darüber scheiden sich die Geister: Für die einen braucht es noch mehr staatliche Lenkung und Abschottung nach außen, für die anderen weniger ideologischen Ballast und eine liberale Politik, die ein reales „faire“ – nicht nur bloße Träumereien – ermöglicht.

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