Zusammenfassung von Digitale Drecksarbeit

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Digitale Drecksarbeit Buchzusammenfassung

Bewertung

8 Gesamtbewertung

7 Wichtigkeit

10 Innovationsgrad

8 Stil

Rezension

Über diesen Teil der digitalen Welt ist kaum etwas bekannt: Tausende junge Dienstleister auf den Philippinen löschen Tag für Tag Unmengen an Bildern und Videos aus den sozialen Netzwerken. Dank ihrer geheimen Tätigkeit sollen Nutzer von Facebook & Co. nichts mitbekommen von Dingen wie Kindesmissbrauch, Gewalt und Extremismus, die sich sonst im Netz breitmachen würden. Autor Moritz Riesewieck ist von Haus aus Theaterregisseur und Dokumentarfilmer. Er hat eine Reise zu den Löschkolonnen am anderen Ende der Welt unternommen. Neben einem Theaterstück zum Thema ist auch dieses Buch daraus entstanden, eine Mischung aus feuilletonistischer Reportage und faktenbasiertem Bericht. So nachvollziehbar dabei Riesewiecks Beschreibung der beklemmenden Arbeitsbedingungen ist, so mager bleiben leider die Vorschläge, wie das Netz mit anderen Mitteln als Zensur zu einem besseren Ort gemacht werden könnte. getAbstract findet: ein erhellendes Schlaglicht in die Abgründe der digitalen Gesellschaft – auch wenn unklar bleibt, wie sich diese zuschütten ließen.

Das lernen Sie

  • wie sich Facebook & Co. von missliebigen Inhalten befreien,
  • warum diese Säuberung vor allem von jungen Filipinos erledigt wird und
  • welche Folgen die Zensur für Beschäftigte und Nutzer hat.
 

Über den Autor

Theaterregisseur Moritz Riesewieck ist Mitglied der Gruppe Laokoon, einer Kooperation von Künstlern und Wissenschaftlern mit dem Anliegen, „sichtbar zu machen, was nicht sichtbar ist“.

 

Zusammenfassung

Die Säuberung des Internets

Jeden Tag stellen Facebook-Nutzer 350 Millionen Fotos in das soziale Netzwerk ein. Bei YouTube erscheint jede Minute neues Videomaterial in der Länge von 300 Stunden. Angesichts dieser riesigen Mengen frischer Inhalte ist es erstaunlich, wie wenig Gewalt, Pornografie, Kindesmissbrauch und anderes Illegales und Verstörendes auf den Plattformen zu sehen ist. Einzelfälle, die bekannt werden, bleiben nicht lange online. Dafür sorgt allerdings keine automatische Bilderkennungssoftware, denn die könnte diese komplexe Aufgabe nicht lösen: Gesichtsausdrücke, Körperhaltungen, Gegenstände – Software erkennt vieles nicht oder interpretiert es falsch, etwa im Fall eines afroamerikanischen Paars, das von einer Software als „Gorillas“ eingestuft wurde. Bei Videos ist die Trefferquote noch kleiner als bei Bildern. Lediglich eine Vorsortierung ist möglich; sie erkennt etwa Bilder, die nackte Haut oder Genitalien zeigen.

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    Thomas Braun vor 3 Monaten
    Buch und Zusammenfassung sehr informativ, mit Tiefenschärfe. Wie und beruhend auf was wird sich der Mensch verlassen können? Was für eine Grundbildung braucht es, damit eine eigene Meinung doch noch in einer wie auch immer gespühlten Informationsflut entstehen kann?

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