Zusammenfassung von Mit Rechten reden

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Mit Rechten reden Buchzusammenfassung

Bewertung

9 Gesamtbewertung

9 Wichtigkeit

8 Innovationsgrad

9 Stil

Rezension

Per Leo, Maximilian Steinbeis und Daniel-Pascal Zorn haben ein heißes Eisen angepackt und es von allen Seiten gründlich inspiziert. Dabei gelingt es ihnen, die üblichen Reflexe im Kampf zwischen Rechten und Nicht-Rechten als solche sichtbar zu machen. Ihr Plädoyer, sich weniger mit Inhalten und stattdessen mehr mit Sprachmechanismen auseinanderzusetzen, eröffnet dem Diskurs über Rechte und Rechtspopulismus neue Perspektiven. Die sprachliche Vielfalt des Buches, das Traumbeschreibungen und ausgedehnte Allegorien ebenso enthält wie logische Argumentationsketten oder dramatische Monologe, unterstreicht das Ansinnen der Autoren. Sie laden Nicht-Rechte und explizit auch Rechte ein, gewohnte Denkwege zu verlassen und neue Sprachformen auszuloten. Allerdings überspannen sie dabei hin und wieder den Bogen. Ein Buch, das man nicht mögen muss, aber lesen sollte, findet getAbstract.

Das lernen Sie

  • dass Rechtssein nach Meinung der Autoren keine Frage von Ideen und Meinungen ist,
  • dass die Rechten vielmehr ein gefährliches Sprachspiel spielen und
  • was Nicht-Rechte tun können, um dieses Spiel zu beenden.
 

Über die Autoren

Per Leo ist Historiker und Autor. Sein Roman Flut und Boden war auf der Shortlist des Preises der Leipziger Buchmesse. Der Jurist Maximilian Steinbeis ist Journalist und Schriftsteller. Er betreibt den verfassungsblog.de. Daniel-Pascal Zorn ist Philosoph und Autor einer Kolumne im Philosophiemagazin Hohe Luft.

 

Zusammenfassung

Wer oder was ist rechts?

„Rechte“, „Neue Rechte“ oder „Rechtspopulismus“ sind Schlagworte, die in den letzten Jahren häufig in den Medien und in der Alltagskommunikation auftauchen. Wer oder was genau sich hinter diesen Begriffen verbirgt, bleibt oft im Vagen. Die Fachliteratur neigt ebenso wie die öffentliche Meinung dazu, Rechte vor allem mit rechten Inhalten in Verbindung zu bringen. Dies suggeriert, dass Rechte allesamt Hitlerfans, Verfassungsfeinde, Neonazis oder Rechtsterroristen sind. Solche Rechte muss der Staat bekämpfen und dazu hat er entsprechende Mittel. Das eigentliche Problem liegt jedoch nicht an den extremen Rändern, sondern in der Mitte der Gesellschaft. Dort paaren sich rechte Gedanken mit Konservatismus, religiösen Überzeugungen, anstands- und leistungsorientierter Erziehung oder gar mit Kapitalismuskritik oder ökologischer Ausrichtung.

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