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Bewertung

9 Gesamtbewertung

9 Wichtigkeit

8 Innovationsgrad

9 Stil


Rezension

„Amerika ist nicht im Krieg. Das Marine Corps ist im Krieg. Amerika ist in der Mall.“ Dieses Graffiti wurde 2007 auf einem US-Militärstützpunkt im irakischen Ramadi gesichtet. Es hat sich einerseits längst überholt – die Einkaufszentren verfallen, Amerika shoppt online – und legt andererseits den Finger in eine schwärende Wunde: Was tun mit den amerikanischen Irak- und Afghanistan-Veteranen, von denen etwa die Hälfte Entschädigungen aufgrund von posttraumatischen Belastungsstörungen (PTSD) beantragt? Diese Frage ist nach Ansicht des Autors Teil des Problems. Denn nicht der Krieg, so argumentiert er, sondern ihre Heimat mache US-Soldaten krank oder verhindere zumindest deren Heilung. Schließlich kehren sie zurück in eine ungleiche, raffgierige, unmenschliche, rassistische und hochpolitisierte Gesellschaft, der jegliches Gemeinschaftsgefühl abhandengekommen ist. In diesem Sinn hat sich das Graffiti aus Ramadi sogar doppelt überholt: Denn Amerika ist durchaus im Krieg – und zwar mit sich selbst. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die ihre Meinung zu Krieg und Frieden, Stammeskulturen und den Früchten der Zivilisation hinterfragen möchten.

Das lernen Sie

  • woran moderne Gesellschaften kranken und
  • warum manche Menschen sich nach Krieg und Katastrophen zurücksehnen.
 

Über den Autor

Sebastian Junger, Anthropologe, Reporter, Buchautor und Filmemacher, beschäftigt sich mit dem Thema Krieg und dessen Auswirkungen auf den Menschen.

 

Zusammenfassung

Hier bin ich Mensch

1986 stand der Autor des Buches als frischgebackener College-Absolvent an einer Ausfallstraße in Wyoming, mit der Absicht, per Anhalter nach Kalifornien zu reisen. Er war bestens für sein Abenteuer gerüstet: In seinem Rucksack befanden sich Zelt, Schlafsack und jede Menge Proviant. Plötzlich kam ein abgerissen aussehender Mann zu Fuß auf ihn zu und fragte ihn, was er zu essen dabeihabe. „Nur ein wenig Käse“, log der Autor aus Angst, ausgeraubt zu werden. Daraufhin gab der Mann ihm sein bescheidenes Lunchpaket. Er hatte nach eigenen Worten in dem nahe gelegenen Kohlebergwerk vergeblich um Arbeit angeheuert und brauchte es nicht unbedingt. Wie war dieser spontane Akt der Selbstlosigkeit zu erklären, der den Autor zutiefst beschämte und der ihn sein Leben lang nicht mehr in Ruhe ließ?  


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    Maria Pachner vor 6 Tagen
    Was für eine unsinnige Behauptung der Kriege habe auch gute Seiten. Lesen Sie das Buch WER BIN ICH IN EINER TRAUMATISIERTEN GESELLSCHAFT? von Franz Ruppert und die Bücher von DANIELE GANSER, dann wissen Sie, warum diese Kriege geführt werden.
    • Avatar
      Andreas Neisser vor 6 Tagen
      Danke für Ihren Kommentar, speziell für den Hinweis auf das Buch von Franz Ruppert. Daniele Ganser genießt dagegen, wie Sie vielleicht wissen, einen eher zweifelhaften Ruf als Verschwörungstheoretiker.