Zusammenfassung von Wissen, Wert und Kapital

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Wissen, Wert und Kapital Buchzusammenfassung
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Bewertung

6

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Der Sozialphilosoph André Gorz sieht in diesem Buch das Humankapital als Hauptkraft an, die zur Überwindung des derzeitigen Wirtschaftssystems beiträgt. Denn das Humankapital, sprich: die Menschen und insbesondere ihr Wissen, unterliegt laut Gorz vollkommen anderen Gesetzmäßigkeiten als gewöhnliche Waren. Der Autor, der seine Thesen durch zahlreiche Zitate anderer Denker zu untermauern sucht, liefert eine differenzierte Analyse der derzeitigen Gesellschaftsentwicklung und warnt eindringlich vor einer entmenschlichten Maschinenwelt, die er durch die Allianz von Wirtschaft und Wissenschaft heraufziehen sieht. Als Gegenbild postuliert Gorz den freien Menschen, der seine Fähigkeiten uneingeschränkt entfalten kann. Aufgrund der zahlreichen Denkanstöße und herausfordernden Thesen empfiehlt getAbstract.com dieses Buch als äußerst anregende und kurzweilige Lektüre.

Über den Autor

André Gorz wurde 1923 in Wien geboren und lebte bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges in der Schweiz. Danach siedelte er nach Paris über, wo er bis heute als Publizist und Redakteur tätig ist. Er arbeitete u. a. mit Jean-Paul Sartre zusammen. Einige von Gorz’ Büchern wurden zu Kultbüchern der ökologischen Linken.

 

Zusammenfassung

Humankapital verdrängt Sachkapital

Immer mehr Unternehmen lagern ihre materielle Produktion und damit ihr Sachkapital aus. Stattdessen legen sie ihr Hauptgewicht auf die Produktion und den Vertrieb von Wissen und Dienstleistungen. Nicht einmal der Besitz von Gebäuden, Maschinen und Transportmitteln ist mehr relevant. 80 % der US-Unternehmen mieten ihre Infrastruktur nach der Devise: "Use it, don’t own it". Rund 2000 Agenturen helfen ihnen dabei. Manche Markenführer wie etwa Nike gehen noch weiter: Sie entwerfen nur noch das Konzept und Design ihrer Produkte. Produktion, Verkauf und Werbung führen Lizenznehmer aus. Markenunternehmen kaufen die meisten Fertigteile äußerst preisgünstig von Zulieferfirmen und verkaufen die Produkte - ihrem Markennamen entsprechend - teuer weiter. Auch das Franchising beruht auf der Vermietung von Know-how und einem renommierten Markennamen. Diese Entwicklung - weg vom Sachkapital und hin zum immateriellen Kapital - spiegelt sich auch an der Börse wider: Bewertet werden Organisationsfähigkeit, Kommunikationskonzepte oder Innovationspotenziale der Unternehmen. Das herkömmliche Kapital verliert an Bedeutung.

Der Mitarbeiter wird zum Unternehmer...


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