Zusammenfassung von Wohlstand und Armut der Nationen

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Wohlstand und Armut der Nationen Buchzusammenfassung
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Bewertung

7

Qualitäten


Rezension

Mit einem faszinierendem Rückblick auf die vergangenen 1000 Jahre Wirtschaftsgeschichte versucht Davis Landes zu erklären, was die Reichen richtig und die Armen falsch gemacht haben. Landes beruft sich immer wieder auf die alten Theoretiker wie Adam Smith oder Max Weber und offenbart damit, dass seine neoliberale Sichtweise weniger durch neue Ideen als durch ungebrochenes Vertrauen in die Kräfte des Marktes und des individuellen Strebens nach Wohlstand geprägt ist - Kräfte, die Europäer und US-Amerikaner besser zu nutzen wussten, so Landes. Manche seiner Ausführungen reizen zum Widerspruch. Wenn Landes den Armen empfiehlt, sparsam und geduldig zu sein, kann man das leicht als zynisch empfinden, und auch der Eurozentrismus des Historikers, gepaart mit amerikanisch-optimistischer Fortschrittsgläubigkeit, ist wohl nicht nach jedermanns Geschmack. Dennoch: Die knapp 700 Seiten lesen sich fast so spannend wie ein Roman. getAbstract.com empfiehlt das Buch als interessanten, wenn auch nicht über jeden Zweifel erhabenen Erklärungsversuch, warum die Welt in Arme und Reiche gespalten ist.

Über den Autor

David S. Landes war bis zu seiner Emeritierung Professor an der Harvard Universität. Der 1924 in New York geborene Wirtschaftshistoriker hat bereits mit seinem 1973 erschienenen Buch Der entfesselte Prometheus heftige Diskussionen ausgelöst.

 

Zusammenfassung

Wer arm und wer reich ist, bestimmt die Kultur

Die Schweizer müssten 400 Mal glücklicher als die Mosambikaner sein - würde man Glück mit dem durchschnittlichen Einkommen pro Kopf und Jahr gleichsetzen. So viel mehr Geld besitzen sie nämlich im Vergleich zu den Bewohnern des ärmsten nicht industrialisierten Landes. Der Unterschied zwischen der ärmsten und einer der reichsten Nationen war nicht immer so groß. Vor rund 250 Jahren lag das Verhältnis noch bei fünf zu eins. Warum hat sich die Schere so weit geöffnet? Antwort: Entscheidend ist die Kultur. Sie bestimmt Verhaltensregeln und Wertvorstellungen und damit auch, wie Menschen in einer Gesellschaft arbeiten, produzieren, wirtschaften und handeln. In den vergangenen 1000 Jahren hat vor allem die westliche Kultur den ökonomischen und technischen Fortschritt vorangetrieben.

Eine besondere Rolle spielte dabei der calvinistische Protestantismus. Der deutsche Soziologe Max Weber hat bereits 1904 behauptet: Die protestantische Alltagsethik hat den Kapitalismus erst ermöglicht, da sie einen neuen Typ Geschäftsmann hervorgebracht hat. Dieser arbeitet hart, ist ehrlich, ernsthaft und geht sparsam mit Zeit und Geld um. Für einen...


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