Zusammenfassung von Zivilkapitalismus

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Zivilkapitalismus Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Inspirierend
  • Unterhaltsam
  • Eloquent

Rezension

Der einzelne Bürger muss ökonomische Mündigkeit erlangen. Er muss sein Schicksal wieder selbst in die Hand nehmen, Verantwortung zeigen und auf eigenes Risiko handeln, kurz: Er muss zum Zivilkapitalisten werden. Nichts weniger fordert Wolf Lotter. So löblich dieser Ansatz ist: Mit der Realität lässt er sich wohl nur schwer vereinbaren. Das höchste Einkommen und die beste Alterssicherung hat nach wie vor der brave, angepasste Angestellte und nicht etwa der unkonventionelle Unternehmensgründer, der sein eigenes Ding durchzieht. Abgesehen davon liegt unternehmerisches Denken nicht jedem: Wer nicht zu bequem ist, den anstrengenden zivilkapitalistischen Weg zu gehen, ist möglicherweise intellektuell oder aus anderen Gründen nicht dazu geeignet. Dies hat schon das inzwischen abgeschaffte Konzept der Ich-AGs gezeigt. Allerdings räumt Lotter von Beginn an ein, dass er keine Lösungsmethoden bieten wird. Dass das Buch viele anregende Denkanstöße liefert und überdies auch noch hervorragend geschrieben ist, kann man ihm nicht absprechen. getAbstract empfiehlt das Werk allen, die wissen wollen, wie der Kapitalismus ist und wie er sein könnte.

Über den Autor

Wolf Lotter ist Journalist und Vortragsredner und beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Thema Kapitalismus. Der gebürtige Österreicher gehörte zur Gründungsredaktion des Wirtschaftsmagazins Brand eins und ist auch Autor des Buchs Verschwendung.

 

Zusammenfassung

Der Kapitalismus in der Krise

Landauf, landab wird gefordert, der Kapitalismus müsse in seine Schranken gewiesen werden. Der Kapitalismus ist der Feind, das Böse schlechthin. Die Antikapitalisten dagegen gelten als die Guten, die Moralischen, diejenigen, die auf der richtigen Seite stehen. Jeder Intellektuelle, der etwas auf sich hält, steht dem Kapitalismus selbstverständlich kritisch gegenüber, selbst wenn er von Ökonomie nicht die geringste Ahnung hat. Das Kapital, die Geldgier oder ganz allgemein das „System“ sind schuld an der Finanzkrise, an Ausbeutung, an Umweltverschmutzung. Der Kapitalismus erscheint als ein Goliath, ein überkomplexes Konstrukt, das kaum mehr zu bändigen ist. Der Einzelne scheint ihm hilflos ausgeliefert zu sein.

Überhöhung schafft Ohnmacht

Die Überhöhung des Kapitalismus zum Mythos, zum unkontrollierbaren System, lässt den Einzelnen ohnmächtig und unmündig zurück. Er ist nur noch ein Rädchen im System, ein Befehlsempfänger. Gleichzeitig führt das aber auch zu einem Ausnutzen des Systems: Jeder meint, er könne nichts daran ändern, also muss er sich auch nicht anstrengen. Von dieser Sichtweise profitieren keineswegs nur rücksichtslose...


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