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Zwei Grad mehr in Deutschland

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Zwei Grad mehr in Deutschland

Wie der Klimawandel unseren Alltag verändern wird

Fischer Tb,

15 Minuten Lesezeit
10 Take-aways
Audio & Text

Was ist drin?

Deutschland im Jahr 2040 – ein Zukunftsszenario.


Bewertung der Redaktion

7

Qualitäten

  • Kontrovers
  • Wissenschaftsbasiert
  • Visionär

Rezension

„Zwei Grad mehr“ klingt für sich genommen abstrakt: Man weiß nicht recht, was das für das Leben des Einzelnen bedeuten wird. Zumindest bis man dieses Buch gelesen hat. Sehr konkret und differenziert zeigen die Autoren auf, welche Folgen der Temperaturanstieg in Deutschland haben wird: in der Stadt und auf dem Land, in Bayern und an der Nordseeküste, in der Landwirtschaft und im Alltag der Bevölkerung. Sie betonen, dass es sich bei ihrem Bericht nicht um eine Vorhersage der Zukunft handelt, sondern, ganz wissenschaftlich, um ein plausibles Szenario mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit. Auch die Tatsache, dass in komplexen Systemen schon bei kleinsten Veränderungen der Ausgangslage ganz andere Ergebnisse herauskommen können, verschweigen die Autoren nicht. Ihre Absicht ist, einen gesellschaftlichen Diskurs anzuregen, damit die Weichen für die Zukunft rechtzeitig gestellt werden. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die eine plausible Vorstellung davon haben möchten, wie das Leben in Deutschland in weniger als 30 Jahren aussehen könnte.

Zusammenfassung

Modelle und Szenarien

1963 entdeckte der Meteorologe Edward Lorenz über eine damals noch neue Computersimulation zufällig den Zusammenhang zwischen Komplexität und Vorhersagbarkeit: Je komplexer ein System, desto größer sind die Unterschiede, die schon bei einer minimalen Veränderung der Ausgangsbedingungen entstehen. Es ist das berühmte Bild vom Flügelschlag eines Schmetterlings, der woanders einen Sturm auslöst, das diese Erkenntnis seitdem beschreibt. Doch auch wenn Zukunftsprognosen fehlerbehaftet sind, greifen wir trotzdem auf sie zurück. Denn Menschen brauchen eine Vorstellung von der Zukunft, um sie zu planen.

Die Grundlage für jede Prognose des Klimawandels ist ein so genanntes Szenario. Aus wissenschaftlicher Sicht ist das eine „Wenn-dann-Situation“. Fakten aus der Vergangenheit bilden die Grundlage für eine plausible Annahme für die Zukunft. Es handelt sich also nicht um eine Vorhersage, sondern um die aus heutiger Sicht wahrscheinlichste aller Annahmen für die zukünftige Entwicklung. Ähnlich verhält es sich bei der Prognose der wirtschaftlichen und sozialen Implikationen des Klimawandels. Mit dem Unterschied allerdings, dass in der Sozialforschung weniger...

Über die Autoren

Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe ist außerplanmäßiger Professor für Klimatologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung leitet er die Forschungsgruppe Klimaanalyse und -szenarien. Harald Welzer ist Direktor von Futurzwei – Stiftung Zukunftsfähigkeit sowie Professor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg. Daneben lehrt er an der Universität St. Gallen.


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