Zusammenfassung von Humanomics

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Humanomics Buchzusammenfassung
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Bewertung

9

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Warum machen auch ausgekochte Investmentprofis immer wieder die Fehler blutiger Anfänger? Und weshalb schaffen es nur wenige Bürger, ihre private Altersversorgung auf ein solides Fundament zu stellen? Die Antwort, die Uwe Jean Heuser auf diese und ähnliche Fragen gibt, ist bestechend einfach: Unsere Gefühle sind schuld. Sie bewirken, dass wir in Gelddingen ungefähr so vernünftig handeln wie frisch verliebte Teenager. Gefühle sind aber auch der Grund dafür, dass unsere Gesellschaft sich nicht vollends in ein kapitalistisches Haifischbecken verwandelt. Anhand neuester Forschungsergebnisse und vieler Beispiele zeichnet Heuser den langen Weg nach, den die Ökonomie in ihrer Annäherung an den Menschen zurückgelegt hat. Dabei spannt er einen Bogen von Wirtschaftsgeschichte über Glücks- und Verhaltensforschung bis hin zu möglichen politischen Konsequenzen. Mitunter will der Zeit-Journalist allzu viele Aspekte auf einmal behandeln und kriegt nicht ganz die Kurve. Trotzdem ein sehr informatives Buch über den Paradigmenwechsel in der Ökonomie, findet getAbstract und empfiehlt es allen Wirtschaftsinteressierten.

Über den Autor

Uwe Jean Heuser leitet die Wirtschaftsredaktion der Wochenzeitung Die Zeit und schreibt die Ökonomiekolumne der Zeitschrift Merkur. Zudem ist der promovierte Volkswirtschaftler und mehrfache Buchautor als Gastdozent an der Universität St. Gallen tätig.

 

Zusammenfassung

Das Ende des Homo oeconomicus

Das Wirtschaftsleben und unser Wissen darüber verändern sich rasant. Manche Werbetreibende machen sich die neuen Erkenntnisse bereits zunutze und berücksichtigen u. a. die Hirn- und die Glücksforschung, um unser Verhalten in die gewünschte Richtung zu steuern. Es wird Zeit, dass wir als Arbeitnehmer, Verbraucher, Eltern oder Erben diesen Wissensvorsprung der Werber zunichtemachen. Die Verhaltensökonomie hat der klassischen Wirtschaftswissenschaft ihr Fundament entzogen. Sie gründet auf der simplen Beobachtung, dass der Mensch in wirtschaftlichen Fragen nicht immer rational handelt. Dies belegen u. a. die folgenden Beispiele aus der verhaltensökonomischen Forschung:

  • Eine Gruppe soll die Wahrscheinlichkeit einschätzen, dass der Dax sich im kommenden Jahr halbiert. Eine zweite soll sagen, wie wahrscheinlich es ist, dass ein neuer Krieg im Nahen Osten zu einer Explosion des Ölpreises führt und sich daraufhin der Dax halbiert. Das zweite, viel weniger allgemein gehaltene Szenario wird fälschlicherweise als wahrscheinlicher eingeschätzt, weil man es sich im Moment der Fragestellung besser vorstellen kann.
  • Im so genannten Ultimatumspiel...

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