Zusammenfassung von Die Schatten der Globalisierung

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Die Schatten der Globalisierung Buchzusammenfassung
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Bewertung

9

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Es gibt nur eine Empfehlung für dieses Buch: Unbedingt lesen! Der Autor vermittelt Einblicke in brandaktuelle finanz- und wirtschaftspolitische Zusammenhänge und macht so von Seite zu Seite aus dem abstrakten Begriff „Globalisierung“ ein transparentes Netzwerk, das bis dato nur Experten durchblickten. Stiglitz nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, die Machenschaften internationaler Institutionen an den Pranger zu stellen, aber er macht das fast ohne Polemik und würzt es dafür mit der gerade verträglichen Prise Ironie. Er stellt komplizierte Sachverhalte mit wenigen Sätzen klar dar und versieht die gesamte Thematik auch noch mit einer Spannung, die es einem schwer macht, das Buch vor der letzten Seite aus der Hand zu legen. getAbstract empfiehlt dieses Buch jedem, der das Phänomen der Globalisierung begreifen möchte.

Über den Autor

Joseph Stiglitz beendete 1993 seine langjährige akademische Karriere, um Mitglied im Sachverständigenrat von US-Präsident Clinton zu werden. Von 1997 bis 2000 war er Chefvolkswirt und Senior Vice President der Weltbank. Sein Interesse an Entwicklungsproblemen führt Stiglitz auf seine Zeit als Gastdozent in Kenia zurück, wo er die Entlassung des Landes in die Unabhängigkeit hautnah miterlebte. Stiglitz erhielt 2001 den Wirtschaftsnobelpreis.

 

Zusammenfassung

Globalisierung: Der Westen sahnt ab

Auch wenn wir die positiven Effekte der Globalisierung nicht übersehen dürfen – dank der Öffnung des Milchmarktes auf Jamaika z. B. bekommen arme Kinder dort billiger Milch -, haben doch die westlichen Länder den Hauptprofit. Sie sind es nämlich, die die Agenda der Globalisierung bestimmen, und natürlich arbeiten sie, selbst wenn sie noch so sehr ihr Engagement in der Entwicklungshilfe betonen, letztlich in die eigene Tasche.

Entwicklungsländer müssen ihre Märkte öffnen, stehen aber ihrerseits bei den Märkten der Industriestaaten vor verschlossenen Türen. Reiche Länder subventionieren immer noch ihre Landwirtschaft, wodurch Entwicklungsländer weiterhin konkurrenzunfähig bleiben. Tausende von Kranken können sich die teure Medizin der westlichen Pharmaunternehmen nicht leisten, billigere Nachahmerpräparate darf es aber dank umfassendem Patentschutz nicht geben. Die Idee der Globalisierung geht definitiv nicht auf, wenn Länder der Dritten Welt riesige Kredite zurückzahlen müssen, weil westliche Berater ihre verheissungsvollen landwirtschaftlichen Projekte dort in den Sand gesetzt haben.

Wer zieht die Fäden im Globalisierungs-Theater...


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