Zusammenfassung von Das Kapital

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Das Kapital Buchzusammenfassung
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Bewertung

9

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Das Kapital ist Karl Marx’ wissenschaftliches Hauptwerk. Anders als etwa das Kommunistische Manifest ist es kein Aufruf zur Revolution, sondern eine äußerst umfangreiche, systematische und detailreiche Analyse und "Kritik der politischen Ökonomie", so der Untertitel. Entsprechend lange hat Marx dafür gebraucht: 15 Jahre arbeitete er allein am ersten Band. Marx versucht in seiner komplexen Abhandlung hinter die versteckten Funktionsweisen des Kapitalismus zu kommen. Dabei nähert er sich schrittweise über die Begriffe der Ware, des Tauschwerts und des Gebrauchswerts seiner berühmt gewordenen Arbeitswertlehre: Eine Ware, so Marx, ist so viel wert, wie die darin "geronnene" Arbeitszeit. Der Arbeiter muss, da er keine Produktionsmittel besitzt, seine Arbeitskraft verkaufen, und zwar an die Kapitalisten, die Maschinen und andere Produktionsmittel besitzen. Der Kapitalist will seine Waren nicht verkaufen, um andere Waren erwerben zu können, sondern um sein Geld zu vermehren. Das "geldheckende Geld", der kapitalistische Akkumulationsprozess steht im Zentrum der Marx’schen Kritik. Die Auswirkungen von Marx’ Werk auf die Wissenschaften sind schon kaum zu überschätzen - diejenigen auf die weit reichenden politischen Umwälzungen in großen Teilen der Welt im 20. Jahrhundert in den kommunistischen Staaten erst recht nicht.

Über den Autor

Karl Marx lebte von 1818 bis 1883. Er wurde in Trier in eine jüdischstämmige Familie geboren. Marx studierte Jura, Philosophie und Geschichte und arbeitete als Zeitungsredakteur. Er lebte längere Zeit in Paris und Brüssel. 1849 siedelte er nach London über, wo er auch starb. Zusammen mit Friedrich Engels war er auch der Autor des Kommunistischen Manifests.

 

Zusammenfassung

Die Ware und ihr Wert

Waren sind die Essenz des Reichtums in kapitalistischen Gesellschaften. Waren sind Dinge, die Bedürfnisse befriedigen können. Jede Ware hat naturgemäß zwei Arten von Wert:

  1. Der Gebrauchswert ist ein Maß für die Nützlichkeit einer Ware. Er "klebt" gewissermaßen an der individuellen Ware, kann also nicht losgelöst von ihr betrachtet werden. Der Gebrauchswert ist dabei vom investierten Arbeitsaufwand völlig unabhängig, d. h. der Käufer einer Tonne Stahl schert sich überhaupt nicht darum, wie viele Mühen aufgewendet werden mussten, um diesen Stahl zu verfertigen.
  2. Der Tauschwert der Ware: Damit ist das Verhältnis gemeint, in dem eine bestimmte Ware mit einer anderen getaucht werden kann. Beispielsweise könnte ein Kilogramm Weizen einer Menge von 100 ml Stiefelwichse entsprechen.

Damit man ganz verschiedene Waren miteinander vergleichen kann, müssen sie etwas enthalten, das bei allen gleich ist. Dies ist die für ihre Herstellung verwendete Arbeit. Sie weist der Ware ihren Wert zu, mehr noch: Sie erzeugt daraus einen Wert. Der Wert der Ware lässt sich also durch die Arbeit und diese durch die verwendete Arbeitszeit bemessen. ...


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