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Politische Stakeholder überzeugen
Buch

Politische Stakeholder ĂŒberzeugen

Erfolgreiche Interessenvertretung durch Prozesskompetenz im komplexen Entscheidungssystem der EuropÀischen Union

Wiley-VCH, 2016 more...

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Bewertung der Redaktion

7

QualitÀten

  • Umfassend
  • Umsetzbar

Rezension

Wer seine Interessen in BrĂŒssel vertreten sehen will, hat drei Möglichkeiten: Er kann sich einem Verband anschließen, eine ReprĂ€sentanz in der EU-Hauptstadt unterhalten oder sich auf professionelle Mittler verlassen. Die Vor- und Nachteile der einzelnen Lösungen, die Instrumente sowie die Ausbildungswege der Interessenvertretung stellt Klemens Joos in diesem umfassenden Werk vor. So wie er selbst immer wieder zum Perspektivwechsel aufruft, beleuchtet er die Interessenvertretung aus den unterschiedlichsten Richtungen. Viele der an sich wertvollen praktischen Tipps sind zwar unter philosophischen und wissenschaftlichen Textbergen begraben. Dank der Zusammenfassungen am Ende der Kapitel können aber auch Praktiker rasch zu den fĂŒr sie relevanten Inhalten springen – wobei ihnen auch einige der Redundanzen erspart bleiben, die zum Volumen dieses Handbuchs beitragen. Anders als in Lobbying im neuen Europa legt der Autor in diesem Buch, obwohl es viele Inhalte wiederholt, sein Augenmerk stĂ€rker auf die Person des Interessenvertreters. Daher empfiehlt getAbstract es nicht nur allen Lobbyisten, EU-Politikern, Verbandsangehörigen, UnternehmensreprĂ€sentanten in BrĂŒssel und Mitarbeitern im Bereich Public Affairs, sondern auch allen, deren Wunscharbeitsgebiet die Interessenvertretung ist.

Zusammenfassung

Warum Lobbying seine Berechtigung hat

Lobbying wird in der Öffentlichkeit oft kritisiert und gar mit Korruption gleichgesetzt – zu Unrecht. Ohne eine organisierte Interessenvertretung funktioniert demokratische Politik nĂ€mlich gar nicht. Im Vertrag ĂŒber die EuropĂ€ische Union steht, dass jeder EU-BĂŒrger die Möglichkeit haben muss, seine Ansichten hinsichtlich des Handelns der Union kundzutun. Dass es dabei unterschiedliche Ansichten gibt, ist vollkommen natĂŒrlich, sonst wĂ€re Politik ĂŒberflĂŒssig. FĂŒr eine einzelne Anspruchsgruppe aber wĂ€re der Aufwand dafĂŒr, die Vielzahl an formellen und informellen Entscheidungswegen auf mehreren Ebenen zu durchschauen und die richtigen Ansprechpersonen zu finden, viel zu hoch.

Indem Interessen bei darauf spezialisierten Vertretern gebĂŒndelt werden, gelingt es, Informationen zwischen Gesellschaft, Wirtschaft und Politik effektiv und effizient auszutauschen. Zwischen den Parteien steht der Interessenvertreter oder Lobbyist als IntermediĂ€r; er unterstĂŒtzt den Meinungsaustausch, indem er fĂŒr eine beidseitig verstĂ€ndliche Kommunikation sorgt. Er wird allein schon deshalb die Regeln einhalten, weil er sein GeschĂ€ft nicht gefĂ€hrden will.

Über den Autor

Klemens Joos promovierte an der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen zum Thema Interessenvertretung in der EU. Er arbeitete als Referent eines EU-Abgeordneten, grĂŒndete die Lobbying-Agentur Eutop und veröffentlichte auch Lobbying im neuen Europa.


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