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Siemens
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Siemens

Anatomie eines Unternehmens

Ueberreuter, 2002 æ›Žć€šèŻŠæƒ…

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Bewertung der Redaktion

8

QualitÀten

  • Innovativ

Rezension

Es wĂ€re zu einfach, in diesem Buch lediglich die chronologische Abfolge einer Unternehmensentwicklung zu vermuten. Die Wirtschaftsjournalistin Daniela Decurtins bettet das PhĂ€nomen Siemens in den Hintergrund von 150 Jahren deutscher Wirtschaftsgeschichte ein: Das Regiment der Investmentbanken und Fondsgesellschaften, das Börsengeschehen, KonzernĂŒbernahmen und die Globalisierung bleiben nicht nur Stichpunkte. Der Wandel des Old-Economy-Vorzeigeunternehmens Siemens zum „Corporate Citizen“ wird akribisch recherchiert und dabei viel Wert gelegt auf die jeweilige wirtschaftliche Grosswetterlage und finanzpolitische ZusammenhĂ€nge. Nicht zuletzt sind es die Interviews mit Siemens-Mitarbeitern aller Hierarchiestufen, die das Buch spannend und lesenswert machen, wenngleich Leser ohne die Beherrschung von börsenspezifischen Fachtermini Schwierigkeiten haben werden. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die ein wichtiges Kapitel deutscher Wirtschaftsgeschichte lesen wollen, insbesondere FĂŒhrungskrĂ€ften, Wirtschaftsstudenten, Journalisten und Siemens-Mitarbeitern.

Zusammenfassung

Macht und Ansehen

Als Werner von Siemens und Johann Georg Halske am 1. Oktober 1847 in Berlin die Telegraphen-Bauanstalt Siemens & Halske grĂŒndeten, wollten die beiden Jungunternehmer zunĂ€chst nur eines: ihre Erfindung, einen modifizierten Zeigertelegraphen, zu Geld machen. Sie taten das mit Erfolg, verbesserten bald darauf auch das neue, von Morse konstruierte GerĂ€t und entwickelten spĂ€ter eine Maschine, um elektrische Leiter zu isolieren, damit diese auch unterirdisch und im Wasser verlegt werden konnten. Dass die Firma, die mit zehn Mitarbeitern startete, aber tatsĂ€chlich erfolgreich wurde, lag in erster Linie an den exzellenten Verbindungen, die Siemens und Halske schon Jahre zuvor geknĂŒpft hatten. Den Auftrag zum Bau der Telegraphenlinie Frankfurt-Berlin beispielsweise hatten sie schon in der Tasche, bevor sie die Firma ins Leben riefen.

Im Grunde ging es Werner von Siemens gar nicht nur um Geld, sondern in erster Linie um Macht und Ansehen. Sein Vorbild waren die Fugger: Ein WeltgeschĂ€ft dieses Ausmasses war sein Traum. Es verwundert also nicht, dass er, unterstĂŒtzt durch seine BrĂŒder Wilhelm, Carl und Friedrich, von Anfang an versuchte, im Ausland...

Über die Autorin

Daniela Decurtins ist stellvertretende Chefredakteurin des Tagesanzeigers in ZĂŒrich. Die Wirtschaftsjournalistin ist ausserdem als Fachautorin tĂ€tig.


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