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So berechnen Sie, für welche Emissionen Ihr Unternehmen verantwortlich ist
Artikel

So berechnen Sie, fĂŒr welche Emissionen Ihr Unternehmen verantwortlich ist

Wer haftet fĂŒr Emissionen, die erst beim Konsum entstehen?



Bewertung der Redaktion

8

QualitÀten

  • Innovativ
  • Praktische Beispiele

Rezension

Immer mehr Unternehmen weisen die Treibhausgasemissionen, die entlang ihrer Lieferkette entstehen, als „E-Schulden“ in ihrer Ökobilanz aus. Das Greenhouse Gas Protocol fordert nun dasselbe fĂŒr die Gegenrichtung â€“ nĂ€mlich dass Unternehmen auch sĂ€mtliche nachgelagerten Emissionen erfassen, die durch die Nutzung ihrer Produkte und Dienstleistungen entstehen. Wieso das jedoch nur bei B2C-Unternehmen sinnvoll ist und weshalb darin mehr Chancen als Risiken liegen, zeigen die Autoren in diesem lesenswerten Artikel.

Zusammenfassung

GemĂ€ĂŸ Greenhouse Gas Protocol mĂŒssen Unternehmen auch solche Emissionen erfassen, die bei der Nutzung ihrer Produkte entstehen.

Immer mehr Unternehmen weisen ihre Treibhausgasemissionen nach dem Konzept der „E-Schulden“ aus. Das bedeutet, dass sie sĂ€mtliche Emissionen entlang der gesamten Lieferkette in einer Art Ökobilanz festhalten – und zwar unabhĂ€ngig davon, ob sie durch das Unternehmen selbst oder durch seine Lieferanten verursacht wurden. Das Greenhouse Gas Protocol geht noch einen Schritt weiter: Im Rahmen der Kategorie „Scope 3“ sieht es vor, dass Firmen auch Emissionen zu verantworten haben, die entstehen, wenn ihre Produkte von Kunden – oder gar von deren Kunden – genutzt werden.

Dass solche nachgelagerten Emissionen im Konzept der E-Schulden nicht berĂŒcksichtigt werden, hat mehrere GrĂŒnde. Zum einen können ĂŒber den Umfang der nachgelagerten Emissionen bestenfalls vage Annahmen getroffen werden. Zum anderen liegt es nicht in der Hand der Unternehmen, wie die Kunden ihre Produkte nutzen. DarĂŒber hinaus wĂŒrden Kunden von ihrer Verantwortung entbunden, eigenstĂ€ndig ihren Treibhausgasausstoß zu...

Über die Autoren

Robert S. Kaplan ist emeritierter Professor fĂŒr Leadership Development an der Harvard Business School in Boston. Karthik Ramanna ist Professor fĂŒr Business & Public Policy an der Blavatnik School of Government der UniversitĂ€t Oxford.


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