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Brexit
Buch

Brexit

Wie zum Teufel geht es nun weiter?

Canbury Press, 2016 plus...

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Bewertung der Redaktion

8

QualitÀten

  • Analytisch
  • Meinungsstark
  • Hintergrund

Rezension

Vermutlich hat Ian Dunt bei der Volksabstimmung 2016 gegen den Brexit gestimmt, lĂ€sst sein fundiertes, augenöffnendes Buch doch einige Besorgnis ĂŒber den Brexit und die Herangehensweise der britischen Regierung an das Vorhaben erkennen. Dunt betont die KomplexitĂ€t der Aufgabe und erklĂ€rt, welche Belastung dies fĂŒr die schlecht geplanten AustrittsgesprĂ€che der Briten darstellt. Geschickt entlarvt er einige Argumente der Brexit-BefĂŒrworter als Mythen, etwa dass die Welthandelsorganisation (WTO) den Briten als Retter zur Seite springen könnte oder dass Freihandelsabkommen nach dem Brexit einfach oder schnell zustande kommen könnten. Die Frage auf dem Stimmzettel war trĂŒgerisch einfach, schreibt er, aber die EU zu verlassen werde genau das nicht sein. getAbstract empfiehlt Dunts fachmĂ€nnische Analyse wĂ€rmstens, auch wenn es keine erfreuliche Analyse dessen ist, was insbesondere auf Großbritannien zukommt.

Zusammenfassung

Alternative Beziehungen zur EU

Am 23. Juni 2016 fĂŒhrte die Volksabstimmung in Großbritannien ĂŒber den Verbleib in der EuropĂ€ischen Union zu einem Sieg der AustrittsbefĂŒrworter. Im Wahlkampf blieb offen, auf welche Weise Großbritannien die EU verlassen sollte und welche Beziehung es in der Folge anstreben wĂŒrde. GegenwĂ€rtig pflegen einige Nicht-EU-Staaten besondere Beziehungen zur EU. Norwegen, Island und Liechtenstein sind Mitglieder des EuropĂ€ischen Wirtschaftsraums (EWR). Sie erhalten dadurch Zutritt zum EU-Binnenmarkt, mĂŒssen aber auch BeitrĂ€ge an die EU entrichten. Norwegen hat so die Interessen seiner Fischereibranche erfolgreich geschĂŒtzt, doch wĂ€ren die Interessen britischer Finanzdienstleister in einer vergleichbaren Verhandlung ungleich schwerer zu verteidigen. TatsĂ€chlich gibt Norwegen einen betrĂ€chtlichen Teil seiner SouverĂ€nitĂ€t an die EU ab – denn das Land hat im EU-Parlament wenig zu sagen, da es kein Mitglied ist. Da aber SouverĂ€nitĂ€t und „Kontrolle zurĂŒckerlangen“ fĂŒr die britischen AustrittsbefĂŒrworter wichtig waren, wird das norwegische Modell fĂŒr Großbritannien und seinen Finanzsektor keine Option sein.

Die Schweiz, als erfolgreiches, relativ...

Über den Autor

Ian Dunt schreibt fĂŒr einige britische Magazine wie Guardian und Times. Daneben ist er Redakteur bei Politics.co.uk und Politikredakteur des Erotic Review.


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