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Das Ende der Finanzmärkte – und deren Zukunft
Buch

Das Ende der FinanzmΓ€rkte – und deren Zukunft

Die heutige Finanzkrise und was sie bedeutet

FinanzBuch, 2008 plus...

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Bewertung der Redaktion

8

QualitΓ€ten

  • AugenΓΆffner
  • FΓΌr Einsteiger

Rezension

Kaum jemanden dΓΌrfte die Finanzkrise weniger ΓΌberrascht haben als Star-Investor George Soros. Seit Langem schon predigt er, untermauert von seiner eigenen ReflexivitΓ€tstheorie, dass sich die FinanzmΓ€rkte mitnichten auf ein Gleichgewicht zu bewegen, wie es die klassische ΓΆkonomische Theorie lehrt. Bis die Immobilienblase als Teil einer Superblase offensichtlich wurde, belΓ€chelte die marktfundamentalistische Fachwelt Soros’ Theorie der regulierungsbedΓΌrftigen MΓ€rkte. Jetzt scheint ihm die Wirklichkeit Recht zu geben. Das Buch fΓΌhrt dem Leser Γ€ußerst fundiert und verstΓ€ndlich vor Augen, wie sich diese Blase zur weltweiten Finanzkrise auswachsen konnte. Es liest sich leicht, weil Soros volkswirtschaftliche ZusammenhΓ€nge so gut erklΓ€ren kann, dass sie auch von Laien verstanden werden. getAbstract empfiehlt die erhellende LektΓΌre (Hobby-)Investoren, die beim Crash aus allen Wolken gefallen sind – und allen, die staatliche Regulierungen bislang aus Prinzip strikt abgelehnt haben.

Zusammenfassung

Die ReflexivitΓ€tstheorie

Die Finanzkrise von 2008 stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten. Schuld an der Krise sind fundamentale Fehlannahmen ΓΌber das Marktgeschehen. Anders als es das vorherrschende Paradigma besagt, tendieren MΓ€rkte im Allgemeinen und FinanzmΓ€rkte im Speziellen nΓ€mlich keineswegs zu einem Gleichgewicht.

Das Paradigma des sich selbst regulierenden Marktes wird von der impliziten Annahme getragen, dass die Marktteilnehmer ΓΌber vollstΓ€ndiges Wissen verfΓΌgen. Diese Annahme ist falsch, denn sobald ein Mensch an der Situation, die er verstehen will, selbst beteiligt ist, ist sein Wissen nicht mehr neutral. Warum ist das so? Indem der Mensch den Markt verstehen will, ΓΌbt er eine kognitive Funktion aus: Er nimmt ihn wahr und zieht daraus Wissen. Aber nicht nur. Die Akteure an den FinanzmΓ€rkten, die Profis ebenso wie die Privatanleger, wollen auf dem Markt agieren, indem sie beispielsweise Wertpapiere kaufen oder verkaufen. Damit nehmen sie teil und beeinflussen den Markt – eine manipulative Funktion. Wenn beide Funktionen zusammenkommen, entsteht eine reflexive Situation. Um objektives Wissen gewinnen zu kΓΆnnen, mΓΌssen die beobachteten PhΓ€...

Über den Autor

George Soros lebt als Investor in New York. Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der London School of Economics and Political Science ΓΌbernahm der gebΓΌrtige Ungar 1969 die Leitung eines Hedge-Fonds. Ein Jahr danach grΓΌndete er zusammen mit Jim Rogers seinen eigenen Hedge-Fonds β€žQuantumβ€œ. Soros wurde stark von der Philosophie Karl Poppers geprΓ€gt. Er ist auch Autor der BΓΌcher Die Krise des globalen Kapitalismus und Die Vorherrschaft der USA – eine Seifenblase.


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