Es ist eine Gratwanderung. Einerseits will niemand als Angeber gelten. Andererseits muss man irgendwie dafĂŒr sorgen, dass die eigenen Leistungen und Verdienste wahrgenommen werden, um seine Karriere voranzubringen. Die Verhaltenswissenschaftlerin Leslie K. John hat einschlĂ€gige Studien gesichtet und gibt Orientierung, um FettnĂ€pfchen zu meiden und sowohl sympathisch als auch kompetent zu wirken. Sie erklĂ€rt, wann man prahlen darf â und wann man es tunlichst unterlassen sollte.
Sowohl offensive Prahlerei als auch schlecht verpacktes Selbstlob schaden Ihrer Karriere.
Angeber sind unbeliebt. Sie gelten als egoistisch und geltungssĂŒchtig. Das kann sogar zutreffen. Doch andererseits möchte nahezu jeder, dass seine Leistungen wahrgenommen und gewĂŒrdigt werden â insbesondere, wenn es um die eigene Karriere geht.
Die Herausforderung besteht darin, seine Selbstinszenierung wirksam zu gestalten und dabei nicht ĂŒbers Ziel hinauszuschieĂen. Aufschneidern wird nĂ€mlich nicht unbedingt mehr Kompetenz zugebilligt als bescheidenen Zeitgenossen. Insbesondere Frauen können durch Selbstinszenierung schlechtere Leistungsbeurteilungen erhalten. Das sogenannte Humblebragging etwa bezeichnet eine nicht sehr sinnvolle Art und Weise, Selbstlob zu verpacken. Dazu zĂ€hlen vermeintlich klagende ĂuĂerungen wie âIch habe es so satt, die einzige Person zu sein, der der Chef vertrautâ und falsche Bescheidenheit, etwa bei vorgetĂ€uschter Ăberraschung ĂŒber eine Auszeichnung. So was wirkt unglaubwĂŒrdig, erzeugt Misstrauen und kostet Sympathiepunkte...
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