Wir alle pflegen bestimmte Stile im Umgang mit anderen Menschen. Die können uns sympathisch sein â oder auch gewaltig nerven. Welche Ursachen haben diese Verhaltensweisen? Wie können wir sie besser verstehen und unser Verhalten ausgewogener gestalten? Friedemann Schulz von Thun fĂŒhrt leicht verstĂ€ndlich hinter die Kulissen von teils destruktiven Interaktionsstilen und Marotten. Dabei scheut er sich auch nicht, fachliche FehleinschĂ€tzungen frĂŒherer Jahre einzugestehen und zu korrigieren. Ein Klassiker der Kommunikationspsychologie, den jeder kennen sollte.
Jede ĂuĂerung ĂŒbermittelt vier Botschaften zugleich: Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehungshinweis und Appell.
Ging es im ersten Band von Miteinander reden vornehmlich um Kommunikation, so weitet sich in diesem Band der Blick auf die Interaktion zwischen Menschen. Dem in Band 1 eingefĂŒhrten Nachrichtenquadrat werden als weitere nĂŒtzliche Strukturmodelle das Teufelskreisschema sowie das Werte- und Entwicklungsquadrat an die Seite gestellt. Sie helfen, bei den Kommunikations- und Interaktionsstilen â die hier, in Band 2 behandelt werden â zielgerichtet einzugreifen und typische Probleme zu lösen.
Das Nachrichtenquadrat besagt, dass jede ĂuĂerung vier Botschaften hat: Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehungshinweis und Appell. Der Sender ĂŒbermittelt mit seiner Nachricht also vier Botschaften gleichzeitig â explizit ausgesprochen wird allerdings oft nur eine. Der EmpfĂ€nger nimmt dann zwar die ĂuĂerung auf, gewichtet die vier Botschaften aber auf seine Weise. Somit kommt die Nachricht womöglich anders bei ihm an, als sie gemeint war. Diesem MissverstĂ€ndnis folgt möglicherweise eine Reaktion des EmpfĂ€ngers, die der Sender nicht erwartet...
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