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Open Space Technology
Buch

Open Space Technology

Ein Leitfaden fĂŒr die Praxis

SchÀffer-Poeschel, 2011
Erstausgabe: 1997 plus...

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Bewertung der Redaktion

8

QualitÀten

  • Innovativ
  • Umsetzbar

Rezension

Das Beste an Konferenzen sind die Kaffeepausen, nicht wahr? Unternehmensberater Harrison Owen dachte auch so – und entwickelte 1992 aufgrund dieser Erkenntnis „Open Space“, eine Form der Konferenz, die sozusagen eine einzige große Kaffeepause ist. Der Titel des Buches (mittlerweile ein Longseller), ist eher verwirrend, denn was darin beschrieben wird, ist ganz und gar untechnisch: In leicht esoterischem Ton erklĂ€rt Owen, wie man eine Vielzahl von Leuten in einer Runde versammelt, wichtige Themen findet, diese ungezwungen diskutiert und die Ergebnisse in konkrete AktionsplĂ€ne gießt. So simpel die Methode auch scheint, Owen legt grĂ¶ĂŸten Wert auf Details, und mit lĂ€ngerer LektĂŒre wird auch klar, wieso: Er sieht in Open Space weit mehr als eine Methode fĂŒr Meetings, nĂ€mlich die Vision einer „sich völlig selbst organisierenden Welt“. Das mag etwas hoch gegriffen sein, aber tatsĂ€chlich animiert das Buch zum Überdenken gĂ€ngiger Arbeitsweisen. getAbstract empfiehlt es jedem Sitzungs- oder Konferenzleiter, der Lust auf etwas Neues hat – und keine Scheu vor einem Hauch SpiritualitĂ€t.

Zusammenfassung

Der Kreis ist entscheidend

Am Anfang stand der Frust – der Frust von Autor Harrison Owen ĂŒber ein ganzes Jahr minutiöser Planung, die schließlich in eine wenig attraktive Konferenz mĂŒndete. Nur die Kaffeepausen fanden Anklang. Owen ĂŒberdachte das Konzept „Konferenz“ grundsĂ€tzlich, und 1992 ging er es anders an: Diesmal versammelten sich unter seiner FĂŒhrung 225 Menschen in Colorado zu einem zweitĂ€gigen Meeting zum Thema Schnellstraßenfinanzierung. Die Gruppe – nordamerikanische Indianer, Regierungsbeamte und Behördenvertreter – bekam keine Tagesordnung, und der Versammlungsort war ein leerer Raum, umgeben von zwei konzentrischen Stuhlkreisen, dahinter eine leere Wand. Jeder Teilnehmer konnte nun das fĂŒr ihn brennendste Thema auf ein Blatt schreiben und dazu einen Workshop organisieren. In einer halben Stunde stand die Tagesordnung und nach zwei Tagen waren 52 Themenschwerpunkte entwickelt und insgesamt 150 Protokollseiten erfasst, die jeder Teilnehmer im Abschlussbericht mit nach Hause nehmen konnte. Das war die Geburtsstunde der Open Space Technology (OST).

Warum die kreisrunde Sitzordnung? Der Kreis ermöglicht offene Kommunikation, weil alle mit Blickkontakt...

Über den Autor

Harrison Owen ist Unternehmensberater und BegrĂŒnder der Open Space Technology, einer Methode zur Organisation von Konferenzen. Bevor er sich auf Organisationsentwicklung spezialisierte, studierte Owen die Mythen und Riten amerikanischer und afrikanischer Kulturen. Er ist auch Autor des Buches The Spirit of Leadership.


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