Saltar a navegação
Identity Economics
Buch

Identity Economics

Warum wir ganz anders ticken, als die meisten Ökonomen denken

Carl Hanser Verlag, 2011 mais...

Buch kaufen


Bewertung der Redaktion

7

QualitÀten

  • Hintergrund

Rezension

Der in letzter Zeit schon des Öfteren totgesagte Homo oeconomicus, also die Vorstellung vom rein rational und nutzenorientiert handelnden Menschen, wird in diesem Buch endgĂŒltig beerdigt. Was die Autoren als hauptsĂ€chliches Motiv fĂŒr Entscheidungen und Handlungen ansehen, sind die IdentitĂ€t und das Selbstbild des Einzelnen sowie die Normen und Erwartungen, die damit verknĂŒpft sind. Diese Erkenntnisse sind nicht gerade neu. Den Autoren geht es aber vorrangig darum, ihnen einen Platz in den oberen Etagen des wirtschaftswissenschaftlichen IdeengebĂ€udes zu sichern. Sie belegen ihre theoretischen Konzepte ĂŒberzeugend mit zahlreichen Beispielen, vor allem in Bezug auf Unternehmen, Bildung, Geschlechter und Minderheiten, und erklĂ€ren, warum Menschen durchaus auch gegen ihre wirtschaftlichen Interessen handeln, wenn es ihrer IdentitĂ€t dient. Aufgrund des meist akademischen Stils lesen sich die AusfĂŒhrungen nicht immer flĂŒssig, verstĂ€ndlich sind sie aber trotzdem. getAbstract empfiehlt das Buch FĂŒhrungskrĂ€ften sowie allen, die erfahren möchten, wie sich die eigene IdentitĂ€t auf Entscheidungen und Verhalten auswirkt.

Zusammenfassung

Die IdentitÀt bestimmt das menschliche Verhalten

Vielen Wirtschaftstheorien liegt noch immer das Konzept des Homo oeconomicus zugrunde, des Menschen, der rein rational und nach Motiven des wirtschaftlichen Gewinns handelt. Der reale Mensch ist jedoch weitaus vielschichtiger und muss mitsamt seinen Vorlieben und Abneigungen erfasst werden. Eine zentrale Rolle im SelbstverstÀndnis einer Person spielt ihre IdentitÀt, ihr Selbstbild. Dieses bestimmt ihre Erwartungen an sich selbst, ihre Verhaltensnormen, Entscheidungen, Handlungen und Ideale. Die IdentitÀt wiederum wird beeinflusst vom sozialen Kontext, in dem ein Mensch aufgewachsen ist und in dem er sich bewegt.

Einen weiteren Rahmen gibt die Kultur vor, die entscheidet, wie viel Spielraum dem Einzelnen bei der Gestaltung seiner IdentitĂ€t ĂŒberhaupt zusteht. Auch subkulturelle Gruppen prĂ€gen die IdentitĂ€t eines Menschen. Viele richten sich an Idealen aus, denen sie nacheifern. Religiöse Menschen etwa orientieren ihr Verhalten beispielsweise am Vorbild von Christus oder Mohammed.

Der Mensch spielt je nach gesellschaftlichem Umfeld unterschiedliche Rollen, und je nach Zeitpunkt hat er unterschiedliche...

Über die Autoren

George A. Akerlof ist Professor fĂŒr Wirtschaftswissenschaften an der University of California in Berkeley. 2001 erhielt er den Wirtschaftsnobelpreis. Er ist Koautor des Buches Animal Spirits. Rachel E. Kranton ist Professorin fĂŒr Volkswirtschaftslehre an der Duke University in North Carolina.


Kommentar abgeben