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Thomas Fricke
Wie viel Bank braucht der Mensch?
Raus aus der verrĂŒckten Finanzwelt
Westend, 2013
Sobre o que Ă©?
AuĂer Spesen nichts gewesen: Die Finanzglobalisierung ist krachend gescheitert.
Rezension
Man stelle sich vor: Menschen laufen mit GoldsĂ€cken beladen einen Berg hoch. Anfangs sind es noch wenige, dann werden es immer mehr. Sie mĂŒssen gar einen deftigen Wegzoll in Kauf nehmen. Aufseher argumentieren: Nur wenn möglichst viele mit ihrem Schatz hin- und herlaufen, lĂ€sst sich ein vernĂŒnftiger Preis dafĂŒr bestimmen. Das Gold scheint sich wie von selbst zu vermehren. Plötzlich jedoch kippt die Stimmung. In heilloser Panik rennen die Menschen den Berg hinab, viele bleiben auf der Strecke. Die Aufseher hingegen sammeln das fallen gelassene Gold auf und warten auf die ersten, die sich wieder den Berg hochwagen. Klingt absurd? Ist es auch. Und doch passiert in der globalisierten Finanzwelt seit 30 Jahren nichts wesentlich anderes, wie Thomas Fricke sehr anschaulich erklĂ€rt. Raus aus diesem verrĂŒckten Bankensystem, fordert Fricke, nachdem er in seinem Buch eine Kosten-Nutzen-Rechnung der Finanzmarktliberalisierung aufgestellt hat. Sein Appell: Die Banker mĂŒssen von ihrem hohen Ross gestoĂen werden und zu einer Kleinfinanzwelt zurĂŒckkehren. Auch wenn Fricke sein Modell etwas zu euphorisch beschreibt, es bleibt schlĂŒssig. getAbstract legt das Buch allen ans Herz, die sich jenseits von billiger Bankenschelte nach einem neuen Finanzsystem sehnen.
Zusammenfassung
Ăber den Autor
Thomas Fricke ist Journalist und wirtschaftspolitischer Kommentator und war bis 2012 Chefökonom der Financial Times Deutschland. Er leitet das Internetportal Wirtschaftswunder.
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