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Wirtschaftlichkeit im öffentlichen Sektor
Buch

Wirtschaftlichkeit im öffentlichen Sektor

Wirtschaftlichkeitsvergleiche und Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen

Oldenbourg, 2014 mais...

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Bewertung der Redaktion

6

QualitÀten

  • Analytisch
  • Überblick
  • FĂŒr Experten

Rezension

Die öffentliche Hand stellt Leistungen bereit, die von privaten Anbietern aufgrund besonderer Marktunvollkommenheiten schlechter oder gar nicht zu erbringen sind. Öffentliche Betriebe unterliegen zwar dem Gebot der Wirtschaftlichkeit, sind aber der disziplinierenden Wirkung des Wettbewerbs kaum ausgesetzt. Betriebswirt Holger MĂŒhlenkamp stellt Verfahren fĂŒr Wirtschaftlichkeitsvergleiche und -untersuchungen vor, mit denen unternehmerische Effizienz ermittelt werden soll, und weist auf ihre teils betrĂ€chtlichen SchwĂ€chen hin. Gleichzeitig fĂŒhrt er aus, welche Methoden unter welchen Bedingungen trotz ihrer UnzulĂ€nglichkeiten brauchbar sind. Das ist interessant und verdienstvoll, fĂŒr Laien allerdings nur schwer nachvollziehbar: MĂŒhlenkamps Argumentation ist ĂŒber weite Strecken eine formal-methodische BeweisfĂŒhrung inklusive jeder Menge Formeln, unter denen manch wichtiger Gedanke unentdeckt zu bleiben droht. Es wĂ€re gĂŒnstig gewesen, diese formalen Passagen in einen Anhang auszugliedern und die Argumente als zusammenhĂ€ngenden Text zu liefern. Dennoch empfiehlt getAbstract dieses Buch allen einschlĂ€gig Lehrenden und Studierenden, Kommunalpolitikern und Verantwortlichen in öffentlichen Unternehmen und Verwaltungen.

Zusammenfassung

Wirtschaftlichkeit versus andere Prinzipien

Laut Haushaltsrecht und anderen Bestimmungen unterliegt der öffentliche Sektor dem Wirtschaftlichkeitsgebot. Diese Verpflichtung ist jedoch abstrakt und wenig aussagekrÀftig und muss daher im Zusammenhang mit anderen Prinzipien gesehen werden. Dabei ergeben sich mancherlei Schwierigkeiten.

So findet sich das im HaushaltsgrundsĂ€tzegesetz verankerte Gebot der „Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit“ in diversen Haushaltsordnungen etwa der LĂ€nder wieder, enthĂ€lt jedoch einen Widerspruch. WĂ€hrend Wirtschaftlichkeit das Erreichen des bestmöglichen Ergebnisses (Output) bei gegebenem Mitteleinsatz (Input) meint, zielt Sparsamkeit darauf, mit möglichst geringem Mitteleinsatz ein gegebenes Ergebnis zu erreichen. Wirtschaftlichkeit will also den Output maximieren (Maximalprinzip), wĂ€hrend Sparsamkeit den Input zu minimieren trachtet (Minimalprinzip). Das Dilemma ist jedoch, dass man entweder wirtschaftlich oder sparsam handeln kann, nicht aber beides zugleich. Das erwĂ€hnte Gebot ist in dieser Form unerfĂŒllbar.

Weiterhin ist Wirtschaftlichkeit in Verbindung mit der QualitÀt des Ergebnisses zu sehen. Eine Outputsteigerung lÀsst sich...

Über den Autor

Holger MĂŒhlenkamp lehrt Öffentliche Betriebswirtschaftslehre an der Deutschen UniversitĂ€t fĂŒr Verwaltungswissenschaften in Speyer.


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