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Zerfall der Weltordnung
Buch

Zerfall der Weltordnung

Die Ignoranz des Westens und der Aufstand des globalen Südens

Westend, 2026 mais...

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Bewertung der Redaktion

9

Qualitäten

  • Analytisch
  • Meinungsstark
  • Brisant

Rezension

In Zerfall der Weltordnung erklärt der Wirtschaftswissenschaftler Patrick Kaczmarczyk, warum der globale Süden seit Jahrzehnten in einer Dauerkrise feststeckt. Er seziert das Funktionieren der Weltwirtschaft und räumt dabei mit einigen selbstgerechten Mythen des globalen Nordens auf, etwa über die Entwicklungshilfe oder unsere Mitverantwortung für die Armut auf der Welt. Eine spannende Analyse über strukturelle Ungerechtigkeiten der Weltwirtschaft und ein starkes Plädoyer für eine fairere und friedlichere Weltordnung.

Zusammenfassung

Der globale Norden muss sich von seinem blinden Glauben an den Marktliberalismus verabschieden und bereit sein, ungerechte Privilegien aufzugeben.

Die internationale Staatenordnung steckt in der Krise. Im Zuge des politischen Rechtsrucks in vielen Ländern weicht die regelbasierte Weltordnung zunehmend dem Gesetz des Dschungels, dem Recht des Stärkeren. Der national-protektionistische Kurs der USA unter Donald Trump, die Uneinigkeit der internationalen Gemeinschaft in der Bewertung des Nahostkonflikts oder die Ungleichbehandlung während der Covid-Pandemie – all das hat den Graben zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden vertieft. Klar ist heute, dass die politische wie wirtschaftliche Dominanz des Nordens bzw. Westens zu Ende geht. In der Weltordnung nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Länder des globalen Südens strukturell benachteiligt. Während der Dekolonisierung hat der reiche Westen die Handelsregeln zu seinen eigenen Gunsten festgesetzt. Bis heute hat der globale Süden in den G7 nur wenig Stimmrecht, obwohl er überwiegend von Programmen des Internationalen Währungsfonds betroffen ist und einen Großteil der Weltbevölkerung vertritt. Der reiche...

Über den Autor

Patrick Kaczmarczyk arbeitet als Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Mannheim. Daneben ist er als Wirtschaftsberater für internationale Organisationen und die deutsche Bundesregierung tätig.


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