Zusammenfassung von Das Ende des Nahen Ostens, wie wir ihn kennen

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Das Ende des Nahen Ostens, wie wir ihn kennen Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Hintergrund
  • Kontrovers

Rezension

Keine Weltregion ist so geschichtsträchtig wie der Nahe Osten. Dort entstanden die ersten Hochkulturen, dort ist die Wiege der monotheistischen Weltreligionen. Es gibt aber auch keine Region, die die Geopolitik vor größere Herausforderungen stellt. Seit 2011 liegt der Fokus zunehmend auf den Ländern des sogenannten Arabischen Frühlings. Mit den Eroberungszügen der Terrororganisation Islamischer Staat, insbesondere auch mit deren Inszenierungen barbarischer Gewalt, hat das Geschehen eine neue Eskalationsstufe erreicht. Syrien und der Irak sind in einen Flickenteppich verschiedener Machtbereiche zerfallen; die Menschen fliehen zu Millionen. Wird der Konflikt auch andere Staaten erfassen? Werden regionale Mächte ihn weiter anheizen oder zu einer Allianz der Vernunft finden? Wird es Entwicklungen hin zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit geben? Oder werden Fundamentalisten die Oberhand gewinnen? Der nahosterfahrene Politologe Volker Perthes greift diese brisanten Fragen auf und bearbeitet sie kompetent in Form eines politischen Essays. getAbstract empfiehlt das Buch allen weltpolitisch Interessierten und allen, die auf neue Stabilität im Nahen Osten hoffen.

Über den Autor

Volker Perthes ist Politikwissenschaftler und Direktor des Deutschen Instituts für Internationale Politik und Sicherheit sowie geschäftsführender Vorsitzender der Stiftung Wissenschaft und Politik.

 

Zusammenfassung

Der Nahe Osten in Aufruhr

Mit den Aufbrüchen im arabischen Raum verbanden sich anfangs große Hoffnungen. Längst hat sich jedoch Desillusion breitgemacht. Einzig in Tunesien sowie in den nur mittelbar betroffenen Ländern Algerien und Marokko zeichnet sich bisher ein Weg in Richtung Demokratie ab. In Ägypten agiert die Militärregierung unter General al-Sisi alles andere als demokratisch und rechtsstaatlich. In Libyen stehen sich ein säkularer und ein der Bewegung der Muslimbrüder zuzuordnender Block verfeindet gegenüber. Im Jemen konfrontieren die Huthi-Rebellen die 2012 gewählte Regierung Mansur Hadi. Katastrophal ist die Situation in Syrien und im Irak. Letzterer leidet besonders unter den Folgen von Nuri al-Malikis Regierungsführung. In Syrien ging Baschar al-Assad brutal gegen die friedlichen Proteste vor und hält bis heute zäh an der Macht fest. Islamisten nehmen in ständig wachsendem Ausmaß am Kriegsgeschehen teil. Im arabischen Kernland blieben Proteste weitgehend aus, die Regierungen verfolgten das Geschehen aber mit Schrecken. Insbesondere in Saudi-Arabien tat man viel, um den Aufständen entgegenzuwirken, sei es in Form militärischer Intervention, wie im mehrheitlich...


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