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Alfred Escher 1819–1882

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Alfred Escher 1819–1882

Aufstieg, Macht, Tragik

NZZ Libro,

15 ΠΌΠΈΠ½ Π½Π° Ρ‡Ρ‚Π΅Π½ΠΈΠ΅
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Аудио ΠΈ тСкст

Π§Ρ‚ΠΎ Π²Π½ΡƒΡ‚Ρ€ΠΈ?

In 150 Jahren vom Armenhaus zum reichsten Land Europas: Der visionΓ€re Patriot Alfred Escher hat viel zur beispiellosen Erfolgsgeschichte der Schweiz beigetragen.


Bewertung der Redaktion

9

QualitΓ€ten

  • Innovativ

Rezension

Kennen Sie CEOs, die auf ihre GehΓ€lter verzichten, wenn Kleinanleger von ihren Unternehmen um viel Geld geprellt werden? Oder Politiker, die Privatleben und Gesundheit ruinieren, um ihre Ideale zu verwirklichen? Vermutlich nicht allzu viele. Alfred Escher war ein Vertreter dieser seltenen Gattung. Voller Machthunger und Tatendrang hatte er ein einziges Ziel vor Augen: Sein geliebtes Heimatland zu modernisieren und es wettbewerbsfΓ€hig zu machen. Heute zeugen Credit Suisse, Swiss Life, die ETH ZΓΌrich, der Gotthardtunnel und viele weitere Ikonen der Eidgenossenschaft von seinem Wirken. Ohne ins Triviale abzugleiten, zeichnet Biograf Joseph Jung ein Bild des Menschen hinter der Fassade des Taktikers. Jung erzΓ€hlt von kΓΌhnen Eisenbahnpionieren, europΓ€ischen Freiheitsbewegungen und der Dramatik des Gottharddurchstichs. In Originalquellen wird die Epoche des Aufbruchs lebendig: Erwachsene MΓ€nner schreiben sich rΓΌhrend gefΓΌhlvolle Briefe, wie es heute nicht einmal frisch Verliebte tun. Und ein Arzt berichtet mit so drastischen Worten von den katastrophalen Lebensbedingungen der Gotthardarbeiter, dass man meint, selbst vor Ort gewesen zu sein. getAbstract legt das Buch allen ans Herz, die sich in die Schweiz der GrΓΌnderjahre zurΓΌckversetzen lassen mΓΆchten.

Zusammenfassung

Isolierte Jugend und private SchicksalsschlΓ€ge

Alfred Escher wird am 20. Februar 1819 in eine steinreiche ZΓΌrcher Familie hineingeboren. Wegen des skandalumwitterten Lebenswandels seines Großvaters und seiner Onkel ist Alfreds Familie ins gesellschaftliche Abseits geraten. Der krΓ€nkliche Junge erhΓ€lt Privatunterricht und besucht erst mit 15 eine ΓΆffentliche Schule. Dort schließt er erste Freundschaften mit Gleichaltrigen, legt aber auch das Fundament fΓΌr spΓ€tere Feindschaften. Schon frΓΌh beschreiben ihn Zeitgenossen als herrisch. Alfred schließt das Gymnasium als Drittbester ab. Zur Überraschung vieler – er interessiert sich vor allem fΓΌr Naturwissenschaften – studiert er Recht an der ZΓΌrcher UniversitΓ€t. WΓ€hrend dieser Zeit engagiert er sich in der Studentenverbindung Zofingia. Dieser Einsatz wird ihm in seinem spΓ€teren politischen Leben von großem Nutzen sein. Escher ist bereits 38, als er die 19-jΓ€hrige Augusta Uebel heiratet, die Tochter eines eingebΓΌrgerten preußischen Generals. Die Ehe ist nicht glΓΌcklich: Alfreds Mutter, kΓΆrperlich leidend und psychisch krank, ist nach dem Tod ihres Mannes die Herrin von Belvoir, dem prΓ€chtigen Wohnsitz der Familie am See. Die junge...

Über den Autor

Joseph Jung ist Direktor der Alfred-Escher-Stiftung und Chefhistoriker der Credit Suisse, außerdem Titularprofessor für Geschichte an der UniversitÀt Freiburg. Aus seiner Feder stammt auch Rainer E. Gut, eine Biografie des Schweizer Bankers.


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