Zusammenfassung von Anabasis

Suchen Sie das Buch?
Wir haben die Zusammenfassung! Erfassen Sie die Kernaussagen in nur 10 Minuten.

Anabasis Buchzusammenfassung
Lernen Sie los:
oder Abos vergleichen

Klassiker


Rezension

Ein Militärbericht wird zur literarischen Stilikone

Der Bericht über einen griechischen Heeresverband, der sich während anderthalb Jahren auf einem Rückzugsmarsch von Persien in die Heimat befindet, galt schon in der Antike als literarisches Meisterwerk. Vor allem hinsichtlich des Stils und des Aufbaus ist die Anabasis des Atheners Xenophon bis heute ein Muster für klassisches Griechisch und für ein anschauliches Geschichtsbuch. Überall, wo das große Heer mit seinem riesigen Tross durchzieht, fürchten die Bewohner, von den Griechen bekriegt zu werden. Kein Problem ist so dringend und so allgegenwärtig wie die Versorgung mit Nahrung. Proviant wird meistens geraubt und nicht gekauft. Hauptsächlich deswegen kommt es während des ganzen Rückzugs immer wieder zu Gefechten. Die vorliegende Übersetzung aus dem Jahr 1954 liest sich zwar recht flüssig, irritiert aber bisweilen mit ahistorischen Ausdrücken wie „Biwak“, „Frühstück“ oder dem „richtigen Gleis“. Am farbigen Bild des antiken Alltags, das Xenophon dem Leser vermittelt, ändert dies freilich nichts.

Über den Autor

Xenophon kommt um 430 v. Chr. zur Welt. Er stammt aus einer wohlhabenden attischen Familie. Als junger Mann gehört er zum Schülerumkreis von Sokrates, dem Begründer der abendländischen Philosophie. Dieser Einfluss prägt ihn offenbar zutiefst: Später wird Xenophon Dialogschriften verfassen, in denen Sokrates die Hauptfigur ist. Mit etwa 30 Jahren schließt er sich dem Kriegszug des Kyros an, des jüngeren Sohnes des kurz zuvor verstorbenen Perserkönigs. Nach Kyros’ Tod in der Schlacht von Kunaxa wird Xenophon gemeinsam mit einem anderen Griechen zum Anführer des gewaltigen griechischen Heeres gewählt. Der Bericht des Rückzugs, die Anabasis, verfasst um 370, wird Xenophons bekanntestes literarisches Werk. Ab 396 begleitet er noch zwei weitere Heereszüge, diesmal im Gefolge des Königs von Sparta. Daraufhin wird er aus Athen verbannt. Auch darüber berichtet Xenophon in einem Buch, der Hellenika, einer Geschichte Griechenlands, in der er versucht, das Geschichtswerk von Thukydides direkt fortzuschreiben. Die Spartaner stellen ihm ein Landgut in dem Ort Skillous in der Nähe von Olympia zur Verfügung. Dorthin zieht sich Xenophon mit seiner Familie zurück. Auf diesem Gut, das er bewirtschaftet, entstehen etliche seiner 15 überlieferten Werke. Dazu gehören etwa Symposion, ein sokratischer Dialog, Über die Reitkunst, das als Grundlage der Wissenschaft vom Pferd gesehen wird, Oikonomikos, in dem er die landwirtschaftliche Führung eines Gutes thematisiert, und die Kyrupädie, in der er anhand des Perserkönigs Kyros II. das Idealbild eines Herrschers entwirft. 371 übersiedelt die Familie nach Korinth. Im Jahr 366 wird Xenophons athenisches Verbannungsurteil aufgehoben. Der Überlieferung nach stirbt Xenophon um 355 v. Chr. in Korinth.

 

Zusammenfassung

Der Tod des Perserkönigs

Als der persische Großkönig Dareios im Sterben liegt, wünscht er seine beiden Söhne noch einmal zu sehen. Der jüngere Kyros eilt von Sardes aus in Begleitung seines vermeintlichen Freundes Tissaphernes herbei. Sardes liegt unweit der griechisch-ionischen Städte Ephesos und Milet, in der Nähe der Ägäis. Kyros amtiert in Sardes als persischer Satrap, als Statthalter. Vor Kyros’ Ernennung war der persische General Tissaphernes hier Satrap. Nach Dareios’ Tod tritt der ältere Sohn Artaxerxes die Thronfolge an. Tissaphernes behauptet gegenüber Artaxerxes, sein Bruder trachte ihm nach dem Leben. Kyros wird gefangen genommen. Nur den Bitten seiner Mutter bei Artaxerxes verdankt er Leben und Freiheit. So kehrt er schließlich auf seinen Posten in Sardes zurück.

Kyros sammelt heimlich Truppen

Dank seiner gewinnenden Persönlichkeit unterhält Kyros gute Beziehungen zu den griechischen Städten an der Ägäisküste und ebenso zu Griechen in Thessalien, Böotien und auf dem Peloponnes. Es gelingt ihm, durch seine Kontakte zu einflussreichen Heerführern unauffällig Söldnertruppen anzuwerben...


Kommentar abgeben