Zusammenfassung von Ausgebremst

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Ausgebremst Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Kontrovers
  • Meinungsstark

Rezension

Die deutsche Automobilindustrie steckt in der Krise. Die Zahlen lassen seit Jahren zu wünschen übrig, noch schlimmer aber ist die Führungsmisere. Wie die aussieht, schildert der Ex-BMW-Chefvolkswirt Helmut Becker in einer packenden Analyse. Als Kenner der Branche zeigt der Autor nicht nur, in welchem herausfordernden Umfeld sich die Autobauer derzeit bewegen. Er legt auch schonungslos offen, wie inkompetent die Führungsriegen ihre Unternehmen steuern. Von unverständlichen Firmenstrategien über fehlenden Mut sich zu entscheiden bis hin zum Feldzug gegen den Kundenwunsch nach Niedrigverbrauchautos führt Becker den Leser durch die ganze Palette des Missmanagements. Da verzeiht man ihm auch, dass er manchmal allzu sehr sich selbst und seinen Weitblick beweihräuchert, indem er seine eigenen (eingetroffenen) Prognosen aus vergangenen Jahren genüsslich der heutigen Situation gegenüberstellt. Ein Highlight des Buches ist das vom Gastautor Frank Sieren verfasste Kapitel über das stümperhafte Auftreten der deutschen Autobauer auf dem chinesischen Markt. getAbstract ist der Meinung: Allen, die wissen wollen, was in der deutschen Autoindustrie wirklich läuft, ist das Buch sehr zu empfehlen.

Über den Autor

Helmut Becker war lange als Chefvolkswirt bei BMW tätig. Heute leitet er das Institut für Wirtschaftsanalyse und Kommunikation (IWK) in München. Er hat auch das Buch Phänomen Toyota verfasst.

 

Zusammenfassung

Der Motor der deutschen Wirtschaft

Noch gilt sie als tragende Säule der deutschen Konjunktur. Jeder siebte Arbeitsplatz hängt von ihr ab. Und Experten schätzen, dass sie in den nächsten acht Jahren weiterhin jährlich um 3 % wachsen wird. Die Rede ist von der deutschen Autoindustrie. Doch steigenden Umsatzzahlen, einem vergleichsweise hohen Exportanteil und dem Status des Patentweltmeisters zum Trotz ziehen längst dunkle Wolken am Branchenhimmel auf. Schon seit Jahren beklagen die Unternehmen rasant schwindende Gewinnmargen, eine stagnierende Nachfrage in den westlichen Industrienationen und die Abwanderung von immer mehr Arbeitsplätzen in Niedriglohnländer. Droht der Autobranche damit ein ähnliches Schicksal wie der Textilindustrie, die inzwischen so gut wie vollständig aus Deutschland verschwunden ist?

Die Antwort darauf lautet nein. Auch wenn die Branche im Vergleich zur internationalen Konkurrenz deutlich höhere Lohnkosten und eine niedrigere Produktivität aufweist, wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch langfristig eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft darstellen. Die Pluspunkte des Standorts Deutschland, wie etwa Rechtssicherheit, eine sehr gute Infrastruktur...


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