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Das Ende der Schublade

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Das Ende der Schublade

Die Macht der neuen digitalen Unordnung

Carl Hanser Verlag,

15 ΠΌΠΈΠ½ Π½Π° Ρ‡Ρ‚Π΅Π½ΠΈΠ΅
10 основных ΠΈΠ΄Π΅ΠΉ
Аудио ΠΈ тСкст

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Schlechte Nachrichten für Ordnungsfanatiker: Gerade in der Unordnung der digitalen Welt liegen die grâßten Chancen.

1×

Bewertung der Redaktion

8

QualitΓ€ten

  • Innovativ

Rezension

Über das Internet und das digitale Zeitalter ist schon viel geschrieben worden. Manches ist von der rasanten Entwicklung schnell ΓΌberholt worden und im Orkus verschwunden. Nicht so die Texte von David Weinberger. Der Mitverfasser des berΓΌhmten Cluetrain-Manifests zeigt sich auch in diesem Buch einmal mehr als Internet-Philosoph, der dem Leser faszinierende Ein- und Ausblicke in die digitale Welt erΓΆffnet. Seine These: Obwohl wir Menschen immer nach Ordnung suchen und ganze Ordnungssysteme konstruieren – z. B. fΓΌr die Planeten, die Tier- und Pflanzenarten, die chemischen Elemente, fΓΌr Bibliotheken und SupermΓ€rkte –, sind wir in den letzten Jahrzehnten in eine gigantische digitale Unordnung hineingeschlittert. Und das ist auch gut so, denn das Chaos, das sich Internet nennt, bietet jedem Einzelnen nie da gewesene Chancen, sich Informationen und Wissen anzueignen, sich mit anderen zu vernetzen und selbst Wissen weiterzugeben. Weinberger schreibt wie gewohnt blitzintelligent und mitunter witzig. getAbstract empfiehlt sein Buch allen, die sich im digitalen 21. Jahrhundert zurechtfinden wollen.

Zusammenfassung

Die Ordnungen der Ordnung

Egal ob im Supermarkt, im Baumarkt oder in der Buchhandlung, ΓΌberall herrscht penible Ordnung, damit man leicht findet, was man sucht. Wer genau weiß, was er will, braucht nicht lange danach zu suchen. Etwas schwieriger wird es fΓΌr diejenigen, die sich erst mal umsehen mΓΆchten oder eher vage Vorstellungen haben. Im Buchladen etwa finden Sie ein bestimmtes Werk von Jane Austen ziemlich leicht, nΓ€mlich bei den klassischen Romanen ganz vorne bei A. Wenn Sie den VerkΓ€ufer aber nach einem Titel zum amerikanischen BΓΌrgerkrieg fragen, schickt er Sie mΓΆglicherweise zu den Regalen mit SachbΓΌchern, Romanen und Biografien, und da kΓΆnnen Sie dann selbst suchen. Nach Interessensgebieten zu sortieren ist nicht so leicht – es gibt einfach zu viele.

Das wirft die Frage auf, wie wir etwas ordnen, nach welchen Gesichtspunkten, mit welcher Methode. Die erste Ordnung der Ordnung ist, die Dinge einfach aufzurÀumen: Bücher in den Schrank, Essen in den Kühlschrank und Fotos in Alben. Bei großen Mengen, wie beispielsweise einem Archiv mit Millionen von Fotos und Negativen, ist das natürlich nicht das Mittel der Wahl, hier kann man nur mit der zweiten Ordnung der ...

Über den Autor

David Weinberger ist Doktor der Philosophie und lehrt in Harvard. Er war als Marketingberater fΓΌr zahlreiche Topunternehmen tΓ€tig. Seine Artikel werden u. a. in Wired und in der Harvard Business Review verΓΆffentlicht. Weinberger ist Koautor des Cluetrain-Manifests und gilt als Internet-Vordenker.


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