Acesse a sua conta getAbstract para obter o resumo!
Acesse a sua conta getAbstract para obter o resumo!
Kenneth A. Posner
Dem Schwarzen Schwan auf der Spur
Extremsituationen prognostizieren und von ihnen profitieren
FinanzBuch, 2012
Sobre o que Ă©?
Nun sei bedankt, mein lieber Schwan â lebt wohl, ihr bösen Ăberraschungen!
Rezension
Nassim Taleb hat die TrauerschwĂ€ne berĂŒhmt gemacht. Kenneth Posner seziert die Vögel nun bis auf die Knochen: Warum bleiben schwarze SchwĂ€ne so lange unsichtbar, bis sie ganze Unternehmen oder gar Finanzsysteme in den Abgrund reiĂen? Was hindert Analysten und Wirtschaftsexperten daran, dort zu forschen, wo der Lichtkegel ihrer Taschenlampen nicht hinfĂ€llt? Anstatt dem kollektiven Wahnsinn mit Starrsinn oder Statistik zu begegnen, rĂ€t der Autor, die in volatilen Zeiten nahenden SchwĂ€ne intuitiv am GerĂ€usch ihres FlĂŒgelschlags zu erkennen. EnttĂ€uscht wird, wer eine fundamentale Systemkritik von ihm erwartet: Als ehemaliger Staranalyst bei Morgan Stanley hat Posner kein Problem mit manisch-depressiven FinanzmĂ€rkten, und von verschĂ€rfter Regulierung hĂ€lt er gar nichts. SchlieĂlich, so betont er am Ende, seien schwarze SchwĂ€ne nicht unbedingt ein Grund zur Trauer â man kann sich auf ihren Schwingen auch zum Spekulationserfolg tragen lassen. Unbedingt traurig ist dagegen das nachlĂ€ssige Lektorat der deutschen Ăbersetzung, das selbst inhaltliche Fehler wie vertauschte Jahreszahlen ĂŒbersah. getAbstract empfiehlt das Buch Investoren und Analysten, die beim nĂ€chsten Schwan-Ereignis lieber eine Party feiern als ihr Geld zu Grabe tragen möchten.
Zusammenfassung
Ăber den Autor
Kenneth A. Posner war viele Jahre als Senior Analyst und Managing Director bei Morgan Stanley tĂ€tig, wo er vor allem Aktien aus dem Finanzsektor bewertete. Seit 2009 arbeitet er fĂŒr die Investmentfirma North American Financial Holdings.
Kommentar abgeben
Posner rät auch dazu, sich mit (kostenpflichtigen) Investment-Informationen einzudecken, warnt dabei aber gleichzeitig vor einem "Informations-Inzest", der dadurch entstünde, dass sich Finanzjournalisten und Investoren ständig in den gleichen Kreisen aufhielten. Als ob kostenpflichtige Investmentbulletins höherwertige Informationen wären als der in Zeitungen dargebotene Finanzklatsch! Konsequenter ist da Taleb, der den Investoren die Fähigkeit abspricht, aus dem Informationsrauschen das Signal, also das eigentlich Wichtige herauszufiltern.
Posner schreibt, man solle wichtige von unnützen Informationen trennen, indem man "die entscheidenden Katalysatoren für die Kursentwicklung einer Aktie" benennt. Taleb dagegen meint, dass wir gerade diese Katalysatoren gar nicht kennen können.
Ich habe bei der Lektüre des Abstracts den Eindruck erhalten, dass der Autor mit seiner Titelwahl bloss auf der Erfolgswelle von Talebs "Schwarzem Schwan" reiten möchte.
Das Problem an Schwarzen Schwänen ist ja nicht, dass man sich über ihre Eintretenswahrscheinlichkeit unsicher ist, sondern dass man sich solche Ereignisse im Voraus überhaupt gar nicht vorstellen kann.