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Der ehrbare Kaufmann

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Der ehrbare Kaufmann

Leistungsfaktor Vertrauen - Kostenfaktor Misstrauen

Bank-Verlag Medien,

15 Minuten Lesezeit
10 Take-aways
Audio & Text

Was ist drin?

Was ist es, das uns von einer Krise geradewegs in die nächste führt? Es ist das offensichtliche Fehlen eines gemeinsamen Wertesystems.

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Bewertung der Redaktion

7

Qualitäten

  • Systematisch
  • Überblick

Rezension

Der ehrbare Kaufmann lebt. Zu dumm nur, dass man davon so wenig mitbekommt. In den Medien nämlich sieht es nach genau dem Gegenteil aus: Raffgier und Verfehlungen bestimmen das Bild. Doch dieses Bild ist einseitig und darum falsch, sagen die Autoren und kleiden ihre Aufarbeitung der jüngsten Wirtschaftskrisen in ein moralphilosophisches Gewand. Das Kapitel „Der ehrbare Kaufmann im Zeitraffer der Historie“ lädt zum Überspringen ein, denn seinem Titel zum Trotz braucht es einen recht langatmigen Anlauf, ehe man endlich zu des Pudels Kern durchdringt. Den Transfer des bis in die Antike zurückreichenden Konzepts vom ehrbaren Kaufmann in die Gegenwart kann man als größtenteils durchaus gelungen bezeichnen, das eine oder andere Praxisbeispiel zur Untermauerung hätte der Bestandsaufnahme aber gut getan. Trotz solcher Schwächen ist das Buch ein kurzweiliger, philosophisch angehauchter Managementleitfaden, meint getAbstract und empfiehlt es allen Führungskräften, die nach ethischer Orientierung suchen.

Zusammenfassung

Das Ideal des ehrbaren Kaufmanns – und die Realität

Die Wirtschaftswelt steht unter dem Eindruck der gerade eben noch so abgewendeten Weltwirtschaftskrise. Nicht nur die Aufräumarbeiten bei den Folgen der Krise dauern an, auch diejenigen bei den Auslösern, in erster Linie den Banken. Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sind gleichermaßen betroffen vom um sich greifenden Vertrauensverlust. Und das nicht erst seit Kurzem: Die jüngste Krise war nur die bislang letzte innerhalb nur eines Jahrzehnts.

Kann das Zufall sein? In der Öffentlichkeit entstand der Eindruck, das gesamte Wirtschaftssystem sei nur noch von entweder inkompetenten oder unehrenhaften, raffgierigen Managern durchdrungen. Jedoch zählen 99 % der ca. 3,3 Millionen deutschen Unternehmen zum so genannten Mittelstand, die Mehrzahl sind reine Familienunternehmen. Natürlich haben diese praktisch gar nichts zur Entstehung der Wirtschaftskrise beigetragen, im Gegenteil: Sie sind ihre Opfer. Eine Unterscheidung zwischen der unbescholtenen Mehrheit und spektakulären Betrugsfällen oder Megainsolvenzen wie bei Enron, General Motors, Arcandor (Karstadt) oder Holzmann tut dringend not.

Dabei wäre ehrbares Handeln...

Über die Autoren

Prof. Dr. Jürgen Wegmann ist Vorstand der KWU Gesellschaft für Mittelstandsberatung. Dieter Zeibig ist Geschäftsführer der Smart Cologne Werbeagentur. Dr. Hubertus Zilkens ist Mitbegründer und Partner der Valores Strategieberatung.


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