Zusammenfassung von Der Fluch der bösen Tat

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Der Fluch der bösen Tat Buchzusammenfassung
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Bewertung

9

Qualitäten

  • Kontrovers
  • Hintergrund
  • Eloquent

Rezension

„Das Vergangene ist nicht tot; es ist nicht einmal vergangen“, schrieb William Faulkner. Besser lässt sich Peter Scholl-Latours Grundposition in diesem postum erschienenen Buch kaum auf den Punkt bringen. Immer wieder hat die Reporterlegende darauf hingewiesen, dass sich die chaotische Gegenwart im Nahen Osten nicht ohne Rückgriff auf dessen konfliktreiche Religions- und Kulturgeschichte verstehen lässt. Scholl-Latour nimmt seine Leser mit auf eine packende Reise in den Orient, vertieft sich in die Geschichte des Islam, der Perser und Osmanen, mokiert sich über die Heuchelei des Westens im Umgang mit östlichen Despoten und kredenzt noch einmal die schönsten Anekdoten aus seinem langen Reporterleben. Wie immer lässt er keine Verschwörungstheorie oder polemische Spitze aus: Die Arabellion nennt er „jämmerlich“, die Politik des Westens eine „fatale Verirrung in einem fremden Kulturkreis“. Trotz oder gerade wegen seiner radikalen Subjektivität empfiehlt getAbstract dieses spannende Buch mit den Worten Helmut Schmidts: „Das, was Scholl-Latour schreibt, ist kritisch geprüft, es ist seine wohl erwogene Wahrheit.“

Über den Autor

Peter Scholl-Latour berichtete seit 1950 als Journalist aus der ganzen Welt und war ab 1988 vor allem als Sachbuchautor tätig, darunter zu den Themen Naher Osten und Islam. Er starb am 16. August 2014 im Alter von 90 Jahren.

 

Zusammenfassung

Blind und offenen Auges in die Katastrophe

Gut 100 Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs scheint die Welt erneut aus den Fugen zu geraten: In der Ukraine herrscht Krieg, die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) verbreitet weltweit Angst und Schrecken, und im gesamten Orient – vor allem in Israel, Ägypten, Iran, Irak, Syrien, der Türkei und Saudi-Arabien – brechen alte Konflikte wieder auf, entstehen unheilvolle Allianzen und neue Frontlinien. Es ist bemerkenswert, dass die Amerikaner mittlerweile zwar jeden Winkel des Planeten und jeden Erdenbürger rund um die Uhr überwachen können, aber offenbar kein bisschen schlauer daraus geworden sind. Dabei könnte ein Minimum an Geschichtsverständnis und kulturellem Einfühlungsvermögen schon Licht in das dunkle Gewirr aus religiösen, ethnischen und politischen Spannungen bringen. Doch davon ist man weit entfernt. Spätestens seit dem zweiten Irak-Feldzug betreiben die USA, Großbritannien und Israel eine systematische Desinformationskampagne, um ihre Weltsicht zu rechtfertigen.

Beispiel Ukraine-Krise: Jeder, der in dieser Frage Objektivität anmahnt, wird als „Putin-Versteher“ gebrandmarkt. Man hat allzu schnell vergessen...


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    G. S. vor 3 Jahren
    ...ein kluger Kopf - wird uns fehlen...