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Der UBS-Crash

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Der UBS-Crash

Wie eine Großbank Milliarden verspielte

Hoffmann und Campe,

15 Minuten Lesezeit
10 Take-aways
Audio & Text

Was ist drin?

Die angeblich sicherste Bank der Welt schafft das Unmögliche: Sie hortet Schrottpapiere, betritt eine rechtliche Grauzone und führt damit zum Crash.

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Bewertung der Redaktion

8

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Spannend wie ein Krimi: Dieses Urteil trifft hier wirklich mal zu. Wer sich in die jüngere Geschichte der Schweizer Großbank UBS vertiefen will, wird das Buch so schnell nicht aus der Hand legen. Die detailreiche und treffsichere Rekonstruktion von Lukas Hässig lässt einen nur noch den Kopf schütteln, macht sie doch klar, wie lange die UBS-Lenker von den waghalsigen Risiken, die ihre Bank einging, gewusst haben müssen. An unternehmerisches Pech will man nach der Innenansicht dieses Finanzdebakels jedenfalls nicht mehr glauben. Hässig lässt keinen Zweifel: Die UBS hat ihren tiefen Fall der Geldgier und den Fehlentscheidungen des Führungsteams zu verdanken. getAbstract empfiehlt das Buch allen UBS-Kunden ebenso wie Mitarbeitern der Bank – und allen, die deren Rolle in der weltweiten Finanzkrise besser verstehen möchten.

Zusammenfassung

Marktentwicklung oder menschliches Versagen?

Wer sich mit den Aktivitäten der UBS in den vergangenen Jahren beschäftigt, den beschleichen rasch Zweifel, ob es sich bei der Finanzkrise tatsächlich um eine Art Naturgewalt handelt, die über die Märkte hereingebrochen ist. Die einst als besonders seriös und sicher geltende Schweizer Universalbank mischte ganz erheblich im Investmentbanking mit. Dieser höchst risikoreiche Markt wurde von der UBS noch kräftig angeheizt, denn sie war tief in das amerikanische Geschäft mit Hypothekenpapieren verwickelt. Dass diese renommierte Bank derart ins Trudeln geraten ist, hat sie Geldgier, Managementfehlern und dem wiederholten Verdrängen akuter Gefahren zu verdanken und keineswegs der Marktentwicklung. Denn die war sogar erkennbar.

Ignorierte Warnungen

Bereits im Jahr 2002 argwöhnten zwei UBS-Risikoexperten, dass es mit der zunehmenden Bilanzsumme der Bank, den anhaltenden Gewinnen im Investmentbanking und den undurchschaubaren Produkten zu risikoreich zugehe – insbesondere im Hypothekenmarkt. Sie fanden heraus, dass die amerikanischen Kollegen der Investmentsparte der UBS riesige Berge von US-Hypothekenpapieren aufgetürmt...

Über den Autor

Lukas Hässig ist Bankkaufmann, Journalist und Autor und ein intimer Kenner der Schweizer Bankenszene. Als Wirtschaftsredakteur arbeitete er für die SonntagsZeitung, für Finanz und Wirtschaft, Facts und Die Weltwoche. Für den Flughafen Zürich leitete er zwei Jahre lang den Bereich Corporate Communications.


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