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Eat. Sleep. Work. Die?

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Eat. Sleep. Work. Die?

Wirtschaft neu verstehen. Für weniger Hamsterrad und mehr Leben

oekom,

15 Minuten Lesezeit
7 Take-aways
Audio & Text

Was ist drin?

Ein leidenschaftliches Plädoyer für eine neue, am Gemeinwohl statt am BIP-Wachstum orientierte Wirtschaft.


Bewertung der Redaktion

8

Qualitäten

  • Kontrovers
  • Meinungsstark
  • Visionär

Rezension

Wer ist verantwortlich für die Übel unserer Zeit, für soziale Ungleichheit, Burnouts und Umweltzerstörung? Unser kapitalistisches Wirtschaftssystem – davon ist Sarina Spiegel überzeugt. In ihrem Buch plädiert sie für eine Wirtschaft, die sich am Gemeinwohl statt am bloßen Wachstum orientiert. Sie fordert mehr Staat, höhere Vermögenssteuern und strengere Emissionsgrenzen. Das alles in lockerem Tonfall und mit authentisch wirkenden Geschichten, die sich spürbar an ein junges Publikum richten. Egal, ob man Spiegels kontroverse Haltung teilt: Ihr Buch bietet wertvolle Denkanstöße und valide Argumente. Wer sich mit ihnen auseinandersetzt, ist für die nächste hitzige Diskussion gewappnet.

Zusammenfassung

Ökonomisches Denken durchdringt unser Leben – und ist für unsere größten Probleme verantwortlich.

Unser Leben ist tief vom ökonomischen Denken durchdrungen. Hohe Leistungsansprüche und der Zwang zur ständigen Selbstoptimierung prägen den Selbstwert vieler Menschen. Besonders Jüngere spüren diesen Druck. In den sozialen Netzwerken vergleichen sie sich mit der scheinbar perfekten Welt der Superreichen und Superschönen. Die allgegenwärtige Werbung suggeriert ihnen, sie bräuchten bestimmte Kleidung oder Schönheitsprodukte, um glücklich zu sein. Und nicht selten wählen sie Studienfächer weniger aus Interesse als aus dem Kalkül, sich einen gut bezahlten Job mit hohem Status zu sichern – oft auch unter dem Erwartungsdruck der Eltern. Doch selbst wenn sie damit Erfolg haben, erfüllt sie dieser nicht. Was bleibt, ist oft ein Gefühl der Erschöpfung und Sinnlosigkeit.

Auch im öffentlichen Leben herrscht der Zwang zu Optimierung und Effizienz. Ob Schulen, Universitäten oder Krankenhäuser – alles wird durch den ökonomischen Filter betrachtet. Das gilt erst recht für den Konsum: Wir vertrauen blind darauf, dass der Markt die richtigen Preise setzt. ...

Über die Autorin

Sarina Spiegel hat in der Stabsabteilung Transformationspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gearbeitet. Sie ist Mitgründerin eines Start-ups in der Lebensmittelbranche und arbeitet seit Oktober 2024 bei der gemeinnützigen Organisation ProjectTogether.


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