Zusammenfassung von Timaios

Athen um 360 v. Chr.
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Timaios Buchzusammenfassung
Platons philosophischer Rundumschlag von der Schöpfung bis zu den Körpersäften.

Rezension

Platons Kosmologie

Die Entstehung und Beschaffenheit der Welt, das Wesen des Kosmos, der Aufbau und die Funktion der menschlichen Seele und des Körpers – der Erklärungsanspruch des Timaios ist so immens wie seine Wirkung. Generationen von Philosophen, Theologen, Naturwissenschaftlern und Philologen haben sich daran abgearbeitet, sich darüber zerstritten und sich dafür begeistert. Warum, das ist auch heute noch erkennbar. Die Vorstellung von unserer Welt als der bestmöglichen aller Welten, die Idee des Menschen als Mikrokosmos, die Macht der Vernunft, der Glaube an einen gütigen Schöpfer, der Trost der Wiedergeburt und die Verheißung des glücklichen Lebens: All das hat Menschen schon immer philosophisch, religiös und spirituell berührt. Dass selbst einige abstrus wirkende naturwissenschaftliche Einlassungen von der modernen Physik auf der Suche nach der Weltformel wiederentdeckt wurden, zeigt die Zeitlosigkeit des Textes. So schwierig er auch ist, der Timaios liest sich auch heute noch mit Gewinn.

Zusammenfassung

Wiederholung und Ausblick
Sokrates, Timaios, Hermokrates und Kritias treffen sich. Tags zuvor hat Sokrates den anderen seine Vorstellung vom idealen Staat dargelegt. Heute wollen sie über ein anderes Thema sprechen, doch zunächst fasst Sokrates seine gestrigen...
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Über den Autor

Platon gilt als einer der größten philosophischen Denker aller Zeiten. Zusammen mit seinem Lehrer Sokrates und seinem Schüler Aristoteles bildet er das Dreigestirn am Beginn der westlichen Philosophie. Platon wird 427 v. Chr. in Athen geboren, als Sohn des Ariston, der ein Nachfahre des letzten Königs von Athen, Kodros, ist. Aus diesen aristokratischen Kreisen stammend, scheint Platons Lebensweg vorgezeichnet. Doch die Politik verliert schnell ihren Reiz für ihn, als er sieht, wie seine beiden Onkel Charmides und Kritias als zwei der 30 Tyrannen in Athen herrschen. Diese Oligarchie wird den Athenern im Jahr 404 v. Chr. von den im Peloponnesischen Krieg siegreichen Spartanern aufgezwungen. Platon betrachtet die Politik fortan mit einem gewissen Abscheu – ganz los lässt sie ihn aber nicht. Er wird ein Schüler des Sokrates und verurteilt dessen Hinrichtung im Jahr 399 v. Chr. aufs Schärfste. Fortan kürt er Sokrates zum Hauptdarsteller seiner philosophischen Schriften: 13 Briefe und 41 philosophische Dialoge sind überliefert. Nach der Verurteilung des Sokrates flüchtet Platon zu Euklid nach Megara (30 Kilometer westlich von Athen). Er reist weiter in die griechischen Kolonien von Kyrene (im heutigen Libyen), nach Ägypten und Italien. 387 v. Chr. kehrt er nach Athen zurück und gründet hier eine Schule: die Akademie. Ihr Studienplan umfasst die Gebiete Astronomie, Biologie, Mathematik, politische Theorie und Philosophie. Ihr berühmtester Schüler wird Aristoteles. 367 v. Chr. ergibt sich für Platon die einmalige Möglichkeit, sein in seinem Hauptwerk Der Staat entworfenes Politikideal in die Praxis umzusetzen: Er folgt dem Ruf von Dion, dem Herrscher von Syrakus, nach Sizilien, um ihn in der Kunst des Regierens zu unterweisen. Dieses Experiment misslingt jedoch gründlich. Platon stirbt um 347 v. Chr. in Athen.


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