Zusammenfassung von Schwarzbuch USA

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Schwarzbuch USA Buchzusammenfassung
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Bewertung

7

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Polemik bedient nur Vorurteile, das weiß auch Eric Frey. Deshalb ist sein Schwarzbuch USA keine bitterböse Abrechnung, sondern ein kritischer Blick auf Geschichte und Gegenwart der USA. Weitab von gefühligen Wallungen bezieht Frey dennoch deutlich Stellung. Ihm gelingt es, komplexe Sachverhalte eingängig zu formulieren, ohne zu versimpeln. Seine Sichtweise ist klassisch sozialdemokratisch – also politisch. Er fühlt sich unwohl, wenn er Motive psychologisch deuten soll. Aber Amerikas Handeln kann laut Frey trotzdem nur verstehen, wer unterstellt, dass die Akteure von paranoiden Gedanken nicht völlig verschont wurden. getAbstract empfiehlt das Buch als aufklärende Lektüre allen, die über die amerikanische Politik verständnislos den Kopf schütteln – und all jenen, die nicht mehr bedingungslos alles nur deshalb für gut befinden möchten, weil es über den großen Teich kommt.

Über den Autor

Eric Frey ist Mitglied der Chefredaktion der Wiener Tageszeitung Der Standard und Österreich-Korrespondent der Financial Times. Der promovierte Politikwissenschaftler hat einen Master in Internationalen Beziehungen der Princeton University. Frey hat jahrelang in den USA gelebt, zuletzt 2001/02 als Gastprofessor an der University of New Orleans.

 

Zusammenfassung

Amerikakritik vs. Antiamerikanismus

Die Trennlinie zwischen einer berechtigten Kritik an Amerika und einem generellen Antiamerikanismus zu ziehen, ist nicht immer einfach. Vieles, was als dumpfes Unbehagen an der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Dominanz der Vereinigten Staaten empfunden oder wahrgenommen wird, tarnt Ressentiments als kritische Argumente. Genauso greift zu kurz, wer beispielsweise die Umweltpolitik der USA angreift und deren Hintergründe und Motive ausblendet. Kritik sollte sich aus der Kenntnis dessen speisen, was Kritik verdient. Dreh- und Angelpunkt der Kritik ist die Auseinandersetzung mit dem Selbstverständnis der US-Amerikaner. Ihre quasi-religiöse Überzeugung, einer auserwählten Nation anzugehören. Ihr paranoides Weltbild, das auf die saubere Unterscheidung von Gut und Böse abzielt. Ihre Ignoranz gegenüber allem, was sie nicht kennen und nicht verstehen. Ihre Überzeugung, dass Konflikte mit Waffen zu lösen sind – und dass die „Guten“ am Ende gewinnen werden. Diese simple und von keinerlei Selbstzweifel getrübte Weltsicht führt dazu, dass die USA nicht mehr das Vorbild für viele Menschen auf diese Erde sind. Die Amerikaner treten ihre ...


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