Zusammenfassung von Versichert, verraten, verkauft

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Versichert, verraten, verkauft Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Leo Müller rechnet ab: Durch und durch verkommen ist die Versicherungsbranche für den Wirtschaftsjournalisten. Er reiht Skandal an Skandal, von Sexreisen für Vertriebler ins Budapester Gellért-Bad über skrupellose Abzocker an der Haustüre bis hin zu dubiosen Anlageempfehlungen wie Dreiländer- und Falk-Fonds – kein Schandfleck wird ausgelassen. Was Müller schreibt, hat aber Hand und Fuß. Keine Frage, er hat sich durch einen Wust von Material gearbeitet; sein Quellenregister ist eindrücklich. Zudem hat er mit vielen Insidern gesprochen und bringt eine Menge Neues zutage. Allzu alarmistisch scheint sein Fazit aber doch. Schließlich besteht die Versicherungsbranche bestimmt nicht nur aus Tricksern und Halunken, und manche Schlüsse überzeugen nicht: Von der Zahl der Kündigungen direkt auf die schlechte Rendite von Lebensversicherungen zu schließen, ist nicht redlich; gekündigt wird nicht zuletzt aus Geldmangel. Dass Versicherungen eine essenzielle Rolle in modernen Volkswirtschaften einnehmen, wird überhaupt nicht thematisiert. Dennoch lohnt die Lektüre, das Buch deckt viele Missstände auf und ist extrem spannend geschrieben. getAbstract empfiehlt es allen Branchenkennern und jedem, der eine Lebensversicherung hat oder eine abschließen möchte.

Über den Autor

Leo Müller ist Autor des Schweizer Wirtschaftsmagazins Bilanz und schrieb vorher für Stern, Cash, Capital und die Financial Times Deutschland. Zudem unterrichtet er als Experte für Wirtschaftskriminalität an der Hochschule Luzern.

 

Zusammenfassung

Der Ruf ist dahin

Lange Zeit waren sie das liebste Anlageprodukt der Deutschen: kapitalgebundene Lebensversicherungen. 90 Millionen Verträge gibt es hierzulande, einbezahlt haben Versicherte 824 Milliarden Euro. Die Erfolgsstory hat ihren Grund: Die Versicherer haben in den vergangenen Jahrzehnten öfter Schützenhilfe durch die Politik bekommen, etwa durch die Deregulierung 1994, die eine deutliche Erleichterung bei der Gestaltung der Verträge schaffte, durch die Wiedervereinigung, die Zugang zu einem riesigen neuen Markt ermöglichte, oder durch die Initiierung der Riester-Rente 2002 und der Rürup-Rente 2005.

Doch mittlerweile läuft es nicht mehr rund in der Branche: 2013 waren kaum noch Lebensversicherungen an den Mann zu bringen, der Verkauf von Riester-Verträgen ging um 26 Prozent und der anderer förderfähiger Basisrenten um 33 Prozent zurück. Das Niedrigzinsumfeld mit stark rückläufigen Garantieverzinsungen macht Lebensversicherungen zu einem unattraktiven Geschäft. Außerdem ist bei Kunden angekommen, dass die Ziele Geldanlage und Risikoabsicherung besser getrennt werden sollten. Doch das ist nicht alles. In den letzten Jahren ging eine Menge schief in der Branche...


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